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Lesen Patientengeschicht

Kommentare - Seite 2

am 14.06.16

Danke für die Antwort, rosile24 ! Da hast du ja einiges hinter dir...

Wusste nicht, dass es durch Medikamente zu einem Gehörverlust kommen kann...

am 16.06.16

Wie hast du dich denn angeblich verändert, rosile24 ?

am 16.06.16

Und wie gehts dir jetzt rosile24 ?

Gruß vom

Jonas

am 14.06.16

Also, ich hatte einen Darmverschluss, weil sich ein Tumor um den Darm gelegt hat. Die Notfalloperation hat 8 Stunden gedauert. Nach 3 Tagen fiel ich ins Koma und da wurde ich nochmal 7 Stunden operiert. Meinen Mann wurde mitgeteilt dass bei der 1. OP der ganze Darminhalt in die Bauchhöhle geraten ist die eine Sepsis ausgelöst hat. Also wie hat man da selber schuld? Bitte erst urteilen, dann verurteilen. Ich habe genügend hinter mir und laboriere noch immer mit den Folgen dieser Sepsis herum. Übrigens hatte ich 7 Monate einen offenen Bauch.

Übrigens habe ich keinen Hörsturz, sondern einen Gehörverlust der von den vielen Medikamenten herrührt. Rentner1

am 15.06.16

Herzlichen Dank, man wird ja überall nur abgespeist. Habe 8 Jahre einen Prozess geführt, mit dem Ergebnis dass die Operation eigentlich nicht nötig war. Ausgestellt vom Medizinischen Dienst. Erst kürzlich habe ich die Mitteilung bekommen, dass mir als Gehörloser kein Brandschutz zusteht, mir der Buchstabe G nicht bewilligt werden kann, dafür muss ich den Kopf unter den Arm tragen.

Das große Problem das ich habe, dass ich bald blind werde, wie die einfühlsame Augenärztin mir mitteilte. Auch darf ich keine OP mehr haben weil ich das wegen meiner Vorerkrankung nicht überlebe lt. dem Professor im Klinikum Gr. Schlimm ist es dass Dir die eigenen Kinder nicht helfen. Laut Brief war ich eine lustige, super Mutter die sich so verändert hat, damit soll ich alleine leben. Sie bedanken sich noch für die schöne Kindheit. Geschehen vor 7 Jahren. Nicht mehr gesehen!!!!!!!!!!!!!!!

am 16.06.16

Hört sich jetzt komisch an, aber bin wohl durch das Multiorganversagen in eine andere Welt getreten. Hatte ein Nahtoderlebnis das mich wohl sehr nachdenklich gestimmt hat. Ich war nie besonders gläubig, aber was ich da gesehen habe war nur noch schön. Mir sind auch Dinge aufgefallen die man nur als Gehörloser wahrnimmt. Blicke die sich kreuzen, Gesten und vieles was nicht einer Wertschätzung gleicht, haben mich feinfühlig wenn nicht gar empfindlich werden lassen. Was ich erst viele Jahre später erfuhr, dass man Koma-Patienten eigentlich betreuen sollte das bei mir nie geschehen ist. Wollte viele Jahre nicht mehr leben. Das war damals nicht mehr eine lustige Mutter.

am 17.06.16

Endlich Anwart, jemand  mich da versteht. Keiner der das nicht hinter sich hat, kann nur Ansatzweise verstehen. Aber auch Mitgefühl ist so eine Sache. Früher war ich immer der Meinung dass Mitleid auch mit Taten verbunden ist. So habe ich auch immer gelebt und versuche es immer noch. Wenn aus einem Wort: "DANKE" daraus ein "Selbstverständlich" wird, das führt dann zu Missverständnissen.

Leider hatte ich so lange ich denken kann, nie jammern können. Das hat wohl mit meiner Mutter die Hypochonderin war, zu tun. Das hat letztendlich dazu geführt dass keiner bemerkte wie krank ich war. Ich wurde gebeten wenn mir was weh tut, soll ich jammern. Das habe ich versucht, ist mir nicht gelungen *grins* Heute bin ich immer alleine und habe mich arrangiert. Man kann keine Bäume mehr ausreißen. Ich habe zum Glück viel erlebt und fast die ganze Welt bereist. Habe ein Buch für meine Kinder geschrieben das Ihnen nach meinen Tod überreicht wird. Ach ja, peinlich wird es, wenn die eigenen Kinder einem bestehlen.

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