Bluthochdruck: „Halten Sie sich von allem fern, was Sie stresst.“
Veröffentlicht am 19.01.2026 • Von Claudia Lima
Bluthochdruck, oft als „stiller Killer“ bezeichnet, betrifft Millionen von Menschen weltweit. Aber wie lebt man eigentlich mit dieser Krankheit?
In dieser Patientengeschichte spricht lahmar, Mitglied von Carenity Frankreich, über die Auswirkungen auf seine Gesundheit, die notwendigen Änderungen seines Lebensstils und gibt klare Ratschläge.
Hallo lahmar, Sie haben sich bereit erklärt, mit Carenity zu sprechen und dafür möchten wir Ihnen danken.
Könnten Sie sich zunächst einmal kurz vorstellen?
Ich bin 77 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Mitlerweile bin ich Rentner. Ich interessiere mich sehr für Sport und Lesen.
Unter welchen Umständen wurde bei Ihnen Bluthochdruck diagnostiziert?
Nach einem Herzinfarkt wurde ich von einem Kardiologen untersucht. Mir wurde ein implantierbarer Loop Recorder* eingesetzt.
* Der implantierbare Loop Recorder/Herzmonitor ist ein kleines Gerät (kleiner als 5 cm3), das den Herzrhythmus über einen Zeitraum von etwa 3-4 Jahren (je nach Lebensdauer der Batterie) aufzeichnet.
Wie haben Sie auf die Diagnose Bluthochdruck reagiert?
Nach der Diagnose Bluthochdruck musste ich einen Belastungstest und anschließend eine Koronarangiographie machen lassen. Dann wurden mir zwei Stents eingesetzt. Das für mich störendste Symptom ist meine Reizbarkeit.
Hat diese Erkrankung zu wesentlichen Änderungen Ihres Lebensstils geführt?
Ich muss auf Salz verzichten, außer im Brot. Außerdem musste ich mich in einem Fitnessstudio anmelden und jetzt täglich eine Stunde trainieren.
Außerdem habe ich einen Psychologen und einen Homöopathen aufgesucht, um zu lernen, besser mit Stress umzugehen.
Befinden Sie sich derzeit in Behandlung? Sind Nebenwirkungen aufgetreten?
Die Behandlung gegen Bluthochdruck wurde beendet. Mein Kardiologe stellte nach einem erneuten Loop Recorder zwei Jahre später fest, dass mein Blutdruck wieder normal war (immer noch 120/80).
Ich nehme andere Medikamente ein: Cardensiel®, Kardegic®, Dilacor und Urorec® (gegen eine gutartige Prostatahypertrophie).
Die Nebenwirkungen betreffen meine Nieren: Ich befinde mich im Stadium 1 einer Niereninsuffizienz.
Haben Sie Unterstützung erfahren oder mussten Sie manchmal die Auswirkungen einer „unsichtbaren” Krankheit wie Bluthochdruck besser verständlich machen?
Ich informiere mich selbst über meine Krankheiten.
Welche Strategien haben Sie entwickelt, um Ihren Blutdruck im Alltag besser zu kontrollieren?
Ich treibe vor allem Sport, bete („ähnelt Yoga”), lese bestimmte Bücher und informiere mich, um angstauslösende Nachrichten über Gewalt in der Welt zu vermeiden.
Was würden Sie jemandem sagen, der gerade erfahren hat, dass er unter Bluthochdruck leidet?
Es ist leicht zu sagen: „Nimm das Leben, wie es kommt”, aber in der Praxis bedeutet das: Halten Sie sich von allem fern, was Sie stresst - Freunde oder Verwandte, die Sie nerven. Vernachlässigen Sie nicht den täglichen Sport. Gehen Sie mit neuen Gruppen auf Entdeckungsreise, auch wenn es nur für einen Tag ist. Lesen Sie, was Sie entspannt, und vermeiden Sie es, Nachrichten zu schauen: Die Gewalt in der Welt ist stressig.
Möchten Sie zum Abschluss eine Botschaft oder ein paar aufmunternde Worte an die Carenity-Community richten?
Vielen Dank für dieses Forum, das uns ebenso wichtige Erfahrungsberichte wie ärztliche Konsultationen liefert, und vielen Dank an das Carenity-Team, das sein Bestes tut, um uns zu informieren und zu beraten.
Herzlichen Dank an lahmar für seine Patientengeschichte!
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