Diagnose und Behandlungsverlauf bei der diabetischen Nierenerkrankung

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Patienten Diabetes Typ 1

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Guter Ratgeber

Hallo!

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft schätzt, dass etwa 20 % bis 40 % aller Diabetiker im Laufe ihrer Diabeteserkrankung eine Nephropathie (Nierenschädigung) entwickeln.

Die Nieren sind dann nicht mehr in der Lage, das Blut ausreichend zu entgiften und den Wasserhaushalt zu regulieren.

Wie aber diagnostiziert man eine diabetische Nierenerkrankung?

Einen Hinweis auf eine Schädigung der Nieren geben Eiweiß oder Blut im Urin.

Schon eine Albuminmenge von 20 mg/Liter Urin kann auf einen beginnenden Nierenschaden hindeuten. Gemessen werden sollte die Albuminmenge möglichst im Morgenurin. Bei Werten zwischen 20 und 200 mg/Liter Urin oder von 30 bis 300 mg/Tag spricht man von einer Mikroalbuminurie. von einer Makroalbuminurie spricht man von Werten über 200 mg/Liter.

Von Bedeutung sind erhöhte Albuminwerte dann, wenn im Laufe von einem Viertel- bis einem halben Jahr mindestens zwei von drei Testergebnissen positiv sind.

Zur Beurteilung der Nierenfunktion zieht man auch die Kreatinin-Konzentration im Blut heran. Bei Kreatinin handelt es sich um ein Stoffwechselprodukt des Muskels, das nur über die Nieren ausgeschieden wird. Erbringen die Nieren eine verminderte Filterleistung und sind sie bereits zu über 50 % geschädigt, ist die Kreatinin-Konzentration im Blut höher.

Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) gibt die Harnmenge an, die beide Nieren zusammen filtern. Mit fortschreitender Nierenschädigung nimmt die GFR immer mehr ab.

Am besten lässt sich eine künftige diabetische Nephropathie bei Typ-1-Diabetikern mit einem früh fortschreitenden Nierenfunktionsverlust und konstant sehr hohen HbA1c-Werten (>9,0 %) vorhersagen.

Zu einer genauen Diagnose der diabetischen Nephropathie gehört auch eine Ultraschalluntersuchung der Nieren. Über das Ausmaß der Nierenschädigung geben Form und Größe der Nieren wichtige Informationen. Zu einer Verkleinerung der Nieren kommt es allerdings erst dann, wenn bereits eine Dialyse nötig ist.

Jetzt ein paar Fragen an euch:

Wie wurde eure Nierenschädigung erkannt (Routineuntersuchung, Symptome...)?

Wer hat festgestellt, dass ihr von einer diabetischen Nierenerkrankung betroffen seid? Wurdet ihr von der entsprechenden Person ausreichend darüber aufgeklärt, was diese Diagnose zu bedeuten hat?

Wie habt ihr euch gefühlt, als klar war, dass ihr an einer diabetischen Nierenerkrankung erkrankt seid?

LG

Andrea

Quelle: diabetesinformationsdienst-muenchen.de

Obige Informationen ersetzen keine Beratung durch einen Arzt.

Beginn der Diskussion - 04.09.17

Diagnose und Behandlungsverlauf bei der diabetischen Nierenerkrankung


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Guter Ratgeber

Hallihallo,

das Thema interesiert uns sehr. Wie oft wird bei einem Diabetiker der Urin überprüft?

Kann mir das jemand sagen?

Wurde der Nierenschaden bei euch allen am Urin festgestelt?

Gruß vom

Jonas

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Guter Ratgeber

Danke für die Info!

Ich wusste bisher nicht, wie ein Nierenschaden festgestellt werden kann.

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Guter Ratgeber

Wie war das bei euch, Wuschel

und Pinocchio

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Hallo, alle 3 Monate wird bei mir der Urin kontrolliert, wenn ich zum Diabetiker-Programm gehe. Und dann noch 2 Mal im Jahr beim Nephrologen.

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Das wurde zuerst beim Hausarzt festgestellt, dass ich zu viel Eiweiß im Urin habe. Daraufhin wurde ich zum Nephrologen überwiesen. Musste 24 Stunden Urin sammeln, der dann untersucht wurde. Ultraschall der Nieren wurde gemacht, und da hat man gesehen, dass die Nierenkanälchen verengt sind. 

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Guter Ratgeber

Steffi65

AnnelieseMania

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Guter Ratgeber

Hallo Manuela56

wenn ich das richtig im Kopf habe, nimmst du keine Tabletten und bekommst kein Insulin.

Also ungefähr so wie ich.

Mir war nicht klar, dass man in diesem Stadium schon Veränderungen an den Nieren haben kann!

Bei mir hat bisher auch kein Arzt einen Ultraschall der Nieren veranlasst. Alles, was bei mir passiert, ist: zweimal im Jahr zur Blutabnahme und zur Harnuntersuchung. Das war's.

Einen Nephrologen sehe ich auch nicht, sondern nur meinen Hausarzt...

Bei welchen Werten liegst du denn so mit dem Zucker?

Vielleicht ist dein Wert im Schnitt etwas höher als meiner, da du mehr Untersuchungen hast?

Mich würde auch interessieren, wie das bei anderen ist...

Wie oft wird euer Urin untersucht? Wie oft seid ihr bei der Blutabnahme?

(Bitte angeben, ob ihr Medikamente nehmt für euren Diabetes oder nicht.)

Würde mich sehr interessieren, wie das bei anderen gehandhabt wird.

Gruß

Verena

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Guter Ratgeber

Wollt ihr etwas dazu sagen:

Brombaer

redfox

Freddy

Anwart

diabetessabine

diabetes

Rosenduft

koechli2606

Danke!

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Guter Ratgeber

Danke für eure Antworten! Wer möchte sich noch austauschen?

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