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Prostatakrebs: Was sind die Risikofaktoren, Symptome und wie wird er diagnostiziert?

Veröffentlicht am 07.07.2023 • Von Claudia Lima

Die Prostata ist die größte Drüse des männlichen Urogenitaltrakts. Sie spielt eine Rolle bei der Fortpflanzung sowie der Sexual- und Harnfunktion des Mannes.
Mit zunehmendem Alter kann diese wachsen und gesundheitliche Beschwerden verursachen. Zu den möglichen Komplikationen gehört Prostatakrebs, die häufigste Krebserkrankung des Mannes.

Wozu dient die Prostata? Was ist Prostatakrebs und welche Symptome hat er? Wie wird er behandelt?  

Wünschen Sie Antworten auf diese Fragen? Lesen Sie unseren Artikel!

Prostatakrebs: Was sind die Risikofaktoren, Symptome und wie wird er diagnostiziert?

Was ist die Prostata? Welche Rolle spielt sie?

Die Prostata ist ein Organ, das nur bei Männern vorkommt. Sie befindet sich unter der Blase, vor dem Rektum und umschließt den Harnröhrenkanal, der den Urin aus der Blase nach außen leitet.

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Quelle: Praxisvita

Die Prostata ist eine exokrine Drüse. Sie produziert die Prostataflüssigkeit, die in den Samenblasen gespeichert wird, die Spermien am Leben erhält und diesen hilft, bei der Ejakulation den Körper zu verlassen.

Ihre Größe nimmt mit dem Alter zu und steigt von durchschnittlich 15 g im Alter von 15 Jahren auf 60-70 g im Alter von 80 Jahren. Diese Zunahme der Größe und die Veränderung der Elastizität der Prostata sind die Ursache für Harnwegsbeschwerden.  

Es gibt drei Haupterkrankungen der Prostata: Prostatakrebs, ein Adenom oder eine gutartige Vergrößerung der Prostata und Prostatitis. 

Was ist Prostatakrebs? Was sind die Risikofaktoren?

Prostatakrebs ist eine Erkrankung, die sich aus ursprünglich normalen Prostatazellen entwickelt, die sich unkontrolliert verändern und vermehren, bis sie eine Masse bilden, die als bösartiger Tumor bezeichnet wird. 

In den meisten Fällen handelt es sich um ein Adenokarzinom, d. h. der Tumor entwickelt sich aus den Zellen der Drüse. Der Tumor ist zunächst auf die Prostata beschränkt. Mit der Zeit vergrößert sich der Tumor und kann sich über die Prostatakapsel hinaus ausbreiten. Krebszellen können sich vom Tumor lösen und über Blut- oder Lymphgefäße in andere Teile des Körpers eindringen.

Weltweit ist Prostatakrebs nach Lungenkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern. Prostatakrebs hat eine gute Prognose, die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei fast 90 %, und der Krankheitsverlauf ist oft langsam.

Bestimmte Faktoren stellen ein individuelles Risiko für die Entstehung von Prostatakrebs dar. Das Vorhandensein eines oder mehrerer Risikofaktoren führt nicht zwangsläufig zum Ausbruch von Krebs.

Zu diesen individuellen Risikofaktoren gehören : 

Das Alter 

Das Alter ist der wichtigste Risikofaktor, der für Prostatakrebs identifiziert wurde. Prostatakrebs ist ein Krebs, der selten vor dem Alter von 50 Jahren auftritt, und die Inzidenz steigt mit zunehmendem Alter sehr schnell an. Das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Diagnose liegt bei fast 70 Jahren.    

Die Körpergröße des Mannes

Die Körpergröße von Männern soll ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für Prostatatumore verbunden sein. Es sind die Faktoren, die zu einem hohen Wachstum führen, die in Wirklichkeit für ein erhöhtes Prostatakrebsrisiko verantwortlich sind (Wachstumsgeschwindigkeit in der Kindheit, Genetik).

Die ethnische Herkunft 

In Afrika südlich der Sahara und auf den Antillen liegen die Inzidenzen über dem weltweiten Durchschnitt. So haben Männer afro-karibischer Herkunft ein erhöhtes Risiko, an diesem Krebs zu erkranken. Aber auch Nordeuropäer und Nordamerikaner.

Die familiäre Vorgeschichte

Männer, die Verwandte ersten oder zweiten Grades haben, die an Prostatakrebs erkrankt sind, haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls an Prostatakrebs zu erkranken.

Es werden weitere begünstigende Faktoren vermutet, wie ein hoher Konsum von Milchprodukten oder Wurstwaren, Rauchen, Übergewicht und Fettleibigkeit sowie abdominale Adipositas. Um ihren Einfluss zu bestätigen, sind jedoch weitere wissenschaftliche Studien erforderlich.

Auch genetische Mutationen, wie HOXB13 und BRCA2, werden mit Prostatakrebs in Verbindung gebracht.

Und seit 2021 wird die berufliche Exposition gegenüber Pestiziden, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden (z. B. Chlordecon), als Risikofaktor für Prostatakrebs anerkannt, was z.B. in Frankreich 2022 dazu führte, dass diese Erkrankung bei bestimmten Berufen als Berufskrankheit anerkannt wird.

Keine Präventionsmaßnahme hat einen Nutzen bei der Entstehung von Prostatakrebs nachgewiesen.

Was sind die Symptome von Prostatakrebs?

Meistens entwickelt sich Prostatakrebs, ohne alarmierende Symptome zu verursachen.

Wenn sich der Krebs weiterentwickelt, kann er verschiedene Symptome verursachen, wie z. B.:

  • Häufiger Harndrang, vor allem nachts (Pollakisurie)
  • Geringer Urinfluss 
  • Harnwegsinfektionen (Zystitis, Prostatitis oder Pyelonephritis)
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Harnverhalt
  • Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie)
  • Das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleert zu haben 
  • Blasenschwäche oder Harninkontinenz
  • Blut im Urin (Hämaturie) oder im Sperma
  • Schmerzhafte Ejakulationen, die manchmal mit Erektionsstörungen einhergehen
  • Schmerzen im Becken, in den Hüften, in den Oberschenkeln oder in den Knochen

Wenn der Prostatakrebs in andere Organe eingedrungen ist, kann der Patient unter Müdigkeit, Übelkeit, Gewichts- und Appetitlosigkeit usw. leiden.

Der Hausarzt sollte aufgesucht werden, wenn eines oder mehrere dieser Symptome auftreten. Wenn der Arzt es für nötig hält, wird er Untersuchungen anordnen, um die Ursache zu ermitteln und eine geeignete Behandlung durchzuführen. Er kann auch an einen Urologen verweisen, um weitere Untersuchungen durchzuführen.

Wie wird Prostatakrebs diagnostiziert und behandelt?

Prostatakrebs wird in den meisten Fällen durch Vorsorgeuntersuchungen entdeckt. 

Die rektale Untersuchung ist der erste Schritt bei der Suche nach Prostatakrebs. Männern über 50 Jahren wird empfohlen, einmal im Jahr eine rektale Untersuchung durch ihren Hausarzt durchführen zu lassen, um die Erkrankung im frühesten Stadium zu erkennen. 

Wenn der Arzt Zweifel hat, führt er eine Bestimmung des PSA-Werts (Prostata-spezifisches Antigen) im Blut durch. Prostatakrebs kann die Ursache für einen erhöhten PSA-Wert (über 4 ng/ml) sein, aber das muss nicht der einzige mögliche Grund für den Anstieg sein. Dann gibt es noch zusätzliche Untersuchungen wie einen transrektalen Ultraschall sowie eine Prostatabiopsie.

Die Gesundheitsbehörden empfehlen heute keine systematische Früherkennung von Prostatakrebs. Männer ab 45 Jahren können aber einmal jährlich kostenfrei eine Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen.

Nach der Diagnose gibt es mehrere Behandlungsmöglichkeiten für Prostatakrebs: Operation, Strahlentherapie, Hormontherapie und, seltener, Chemotherapie. Es werden aber auch neue Behandlungsmethoden geprüft, wie z. B. fokussierter Ultraschall oder die Kryotherapie, bei der der Tumor eingefroren wird. In manchen Fällen wird als einzige therapeutische Maßnahme eine aktive Überwachung durchgeführt.

Patienten, die sich einer Behandlung gegen Prostatakrebs unterzogen haben, werden mehrere Jahre lang engmaschig medizinisch überwacht, um mögliche Rückfälle frühzeitig zu erkennen. Prostatakrebs und seine Behandlung haben Auswirkungen auf die Sexualität und die Fruchtbarkeit. Es gibt eine spezielle Sexualbegleitung und Maßnahmen zur Vermeidung der Unfruchtbarkeit.

 

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Autor: Claudia Lima, Gesundheitsredakteurin

Claudia ist Content Creator bei Carenity und hat sich auf das Schreiben von Gesundheitsartikeln spezialisiert.

Claudia hat einen MBA in Vertriebs- und Marketingmanagement und bildet sich im Bereich Digital... >> Mehr erfahren

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