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Carenity-Mitglieder berichten über die Diagnose einer Depression

15.12.2019

Die Diagnose einer chronischen Krankheit verändert ein ganzes Leben. Hier sind die Geschichten von Carenity-Mitgliedern, die von Depression betroffen sind.

Carenity-Mitglieder berichten über die Diagnose einer Depression

Von Carenity durchgeführte Umfrage unter 271 Befragten mit Depressionen.

diagnostic long 

5,3 Jahre hat es gedauert und 3 Ärzte wurden im Durchschnitt konsultiert, bevor die Diagnose Depression gestellt wurde.

Carenity-Mitglieder mit Depression brauchten durchschnittlich mehr als 5 Jahre, um eine Diagnose zu erhalten! Dennoch hatte die Mehrheit der Befragten Symptome im Zusammenhang mit Krankheit. Das sind die Symptome, die sie alarmiert haben:

Traurigkeit | Stress | Weinen | Angstzustände | Gewichtsverlust oder -zunahme | Burnout | Melancholie | Müdigkeit | Selbstmordgedanken | Apathie

Vor der Diagnose und angemessenen Behandlung war der Alltag der Patienten mit Depression aufgrund der Symptome beeinträchtigt. Fast jeder Aspekt ihres täglichen Lebens war stark von der Depression betroffen, mit Ausnahme von körperlichen Schmerzen. Die Beziehungen zu anderen Menschen litten am meisten unter Depressionen: 

vie-sociale Soziales Leben - 88%

famille Familienleben - 80%

fatigue-sommeil Chronische Müdigkeit - 77%

loisirs Freizeit und körperliche Aktivität - 77%

vie-travail Berufsleben - 76%

intime-sexe-relations Intimleben - 74%

douleur-physique Starke körperliche Schmerzen - 44%

 

78% der Befragten erhielten eine richtige Diagnose. Ihre Symptome wurden richtig erkannt, da sie auf eine Depression hindeuteten. Bei einigen wurden jedoch die folgenden Krankheiten diagnostiziert:

Bipolare Störung | Hypertonie | Neurose | Chronische Müdigkeit | Meningitis | Schizophrenie


Patientenaussagen: Diagnostische Fehler

"Sehr lange Zeit wurde mein Schmerz nicht erkannt. Für die Ärzte war ich ein eingebildeter Patient. Ein Psychiater hat dann die Wahrheit herausgefunden."

"Wegen der Abwesenheit meines Psychiaters im Urlaub wurde ich von einem anderen Psychiater ins Krankenhaus eingeliefert, der mich als bipolar diagnostizierte."

"Es ist kein wirklicher Fehler, denn zunächst sah sie mich nur über Übelkeit, Magenschmerzen, Appetitlosigkeit etc. klagen. Erst danach fing ich an, über Stress und Schlaflosigkeit zu sprechen, bevor ich durchdrehte und deutlich über Depressionen sprach.

"Ich hatte Verdauungsprobleme, mir war abends und nachts schlecht (Durchfall, Übelkeit, Magenkrämpfe...). Ich habe verschiedene Tests gemacht, aber nichts Beunruhigendes. Tatsächlich hatte ich abends und in der Nacht Angstattacken. Die ersten Symptome meiner Depression war meine Verdauung."

suite

Die Diagnose einer chronischen Krankheit ist lebensverändernd. Zu erfahren, dass man eine chronische Krankheit hat, kann von den Patienten anders erlebt werden: manchmal erleichtert, eine Diagnose zu haben und mit der Behandlung beginnen zu können, können sie den Moment auch als beängstigend und brutal erleben. Die meisten Patienten mit Depressionen erwarteten eine solche Diagnose. 57% der Patienten haben zuvor bereits im Internet recherchiert, was diese Zahl erklären könnte. 

annonce brutale  Es war kein Schock, ich habe es erwartet - 48%

pas-un-choc-diag  Es war eine Erleichterung - 24% 

soulagement  Es was beängstigend - 20%

effrayant  Es war brutal - 15%

rien ressenti  Ich habe nichts Besonderes gefühlt - 17%

ne se souvient pas  Ich erinnere mich nicht mehr - 13%

 

Die Rolle des medizinischen Fachpersonals, das die Diagnose stellt, ist entscheidend. Manchmal haben Patienten das Gefühl, nicht genug angehört oder informiert zu werden; andere wiederum sind ihrem Arzt dankbar, dass er sie in diesem Moment begleitet hat. Für Carenity-Mitglieder mit Depressionen war der Gesundheitsexperte ein Verbündeter. Die Patienten schätzen es, dass ihr Arzt ruhig blieb, Einfühlungsvermögen zeigte und sich die Zeit nahm, ihnen ihre Krankheit zu erklären. Entsprechend der Art der Erkrankung bot der Arzt auch psychologische Unterstützung an:

le médecin 

54% - Er war sehr ruhig
46% - Er bot mir psychologische Unterstützung an
45% - Er war einfühlsam
45% - Er nahm sich die Zeit, um mir alles zu erklären

ressenti négatif

12% - Er war in Eile
11% - Er schien nicht betroffen zu sein
10% - Er war kühl und distanziert
5% - Er benutzte nur wissenschaftliche Begriffe

Patientenstimmen: die Bekanntgabe der Diagnose

"Nachdem der Psychiater mir zugehört hatte, verschrieb er mir Antidepressiva und da wurde mir klar, dass ich depressiv war. Aber er hat meine Krankheit nie benannt."

"Man hat es mir klar gesagt, mit präzisen Erklärungen."

"In ihrer Praxis sagte sie mir: 'Sie brauchen Hilfe! Sie können nicht so weitermachen.' Wir suchten zusammen nach einem Psychiater. Sie versprach mir, dass, wenn ich mich beim Psychiater nicht wohlfühle, sie mir problemlos eine andere Adressen geben würde. Sie fragte mich, ob es in meiner Familie jemals depressive Menschen gegeben hätte. In der Tat, ja..."  

"Nachdem man mir genau zugehört hatte, wurde das Wort ausgesprochen: schwere Depression. Krankenhausaufenthalt."

Nach der Diagnose fühlten sich 31% der Patienten erleichtert und 13% waren entschlossen, die Krankheit zu bekämpfen. Dagegen blicken nur 7% mit Zuversicht in die Zukunft. 47% waren angsterfüllt, 38% fühletn sich verloren, 18% waren wütend, 32% verzweifelt et 38% entmutigt. Die Einsamkeit belastete sie ebenfalls: 49% fühlten sich einsam und 42% fühlten sich von ihrer Umgebung missverstanden.

merci à tous 

 Vielen Dank an alle Teilnehmer an dieser Umfrage! Unsere Carenity-Mitglieder nahmen sich die Zeit, ihre Erfahrungen zu teilen, um anderen Patienten zu helfen, schneller die richtige Diagnose zu erhalten.

 


"Es gibt immer viel Erklärungsbedarf über die Krankheit. Auch Erklärungen über die Behandlung und die Nebenwirkungen".

"Am schlimmsten ist das Fehlen einer Diagnose, die Zweifel an der psychischen Gesundheit hinterlässt und keine Betreuung oder Behandlung zulässt. Man fühlt sich missverstanden und verzweifelt."

"Ich wünschte, er hätte mir auch geraten, vor der Verschreibung dieser Medikamente einen Psychiater aufzusuchen. Auch wenn er mir am Ende sehr geholfen haben."

"Ich schätzte es, dass man sich sofort um mich gekümmert hat."

"Die Rolle des Arztes muss einfach sein, sich die Zeit zu nehmen, alles mit einfachen Worten zu erklären und keine falschen Hoffnungen zu machen. Meine Ärztin war sehr, sehr gut, denn sie kennt sehr gut die Grenzen dessen, was sie als behandelnde Ärztin tun kann... und was sie nicht für mich und meine Beschwerden tun kann. Sie überweist mich immer zu einem Spezialisten, der mir zuhört."

"Diese Diagnose sollte nicht auf herablassende und gefühllose Weise verkündet werden. Dadurch wird man noch angewiderter von der menschlichen Natur, vom Leben im Allgemeinen. Manche Psychiater sind viel zu ungeschickt bei der Bekanntgabe der Diagnose. Man möchte dann nur noch gehen und die Tür zuschlagen."

"Das ist jetzt mehr als 30 Jahre her. Zurückblickend muss ich sagen, dass Ärzte viel zu langsam reagieren. Patienten müssten schon bei den ersten Anzeichen zu einem Facharzt überwiesen werden der dann entscheidet, wie der Patient weiter behandelt werden kann."

Spiegeln die Ergebnisse unserer Umfrage Ihre Geschichte wider? Teilen Sie Ihre Erfahrungen und lassen Sie uns gemeinsam im Kommentarbereich diskutieren, um etwas zu erreichen!

Carenity-Umfrage unter 271 Befragten mit Depressionen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und den Vereinigten Staaten.

avatar Louise Bollecker

Autor: Louise Bollecker, Content Manager & Community Manager Frankreich

Louise ist Community Managerin von Carenity in Frankreich und Chefredakteurin des Gesundheitsmagazins. Sie bietet allen Mitgliedern Artikel, Videos und Erfahrungsberichte. Ihr Ziel ist es, die Stimme der Patienten zu... >> Mehr erfahren

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