Zugeparkte Behindertenparkplätze, nicht bewilligte Anträge... Was macht euch am meisten zu schaffen?

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Thema der Diskussion



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Guter Ratgeber

Hallo!

Zugeparkte Behindertenparkplätze, nicht bewilligte Anträge, leerer Geldbeutel, der Blick der Leute, nicht mehr rauskommen...?

Was macht euch an eurer Erkrankung am meisten zu schaffen?

LG

Loreley

Beginn der Diskussion - 16.05.16

Zugeparkte Behindertenparkplätze, nicht bewilligte Anträge... Was macht euch am meisten zu schaffen?


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Guter Ratgeber

Wer möchte sich austauschen?

Zugeparkte Behindertenparkplätze, nicht bewilligte Anträge... Was macht euch am meisten zu schaffen?


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Guter Ratgeber

Hallo, was mir an meinen "gesammelten Krankheiten" am meisten zu schaffen macht, sind nicht die Krankheiten selbst, sondern das ganze "Drumherum": Daß Mann / Frau sich alle Informationen, die ein besseres Leben mit diesen Krankheiten selbst beschaffen muß.

Die mangelnde Aufklärung seitens der Behörden, der Krankenkassen etc.

Die langen Wartezeiten zu weiteren Untersuchungsterminen wie CT; MRT. etc.

Daß ich z.B. mit meinen Schmerzen im Knie nicht sinnvoll weiterbehandelt werden kann, weil ich 6 Wochen auf einen MRT-Termin warten muß.

Meine Ärtze haben mir schon so manchen guten und hilfreichen Tipp gegeben, was mir zusteht: So z.B. die Stromkostenerstattung bei Verwendung eines Beatmungsgerätes durch die Krankenkasse.

Meine "lieben Nachbarn", die mir durch ihr Verhalten mir gegenüber ungewollt eine wöchentliche Haushaltshilfe (5 Std. / Woche) "beschafft" haben.

Und natürlich viele Infos aus dem Internet, von Euch und anderen betroffenen. Deshalb teile ich diese Infos auch mit anderen, sobald ich ertws habe, was uns hilft, unser Leben besser und menschenwürdiger zu gestalten.

Euer koechli2606

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Guter Ratgeber

Hallo!

Wie ist das mit der Haushaltshilfe gemeint, koechli2606 ?

Gruß

Verena

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Guter Ratgeber

Hallo Verena,

ich bekomme Hilfe im gesamten Haushalt: Wohnung säubern, Fenster putzen, saugen, Küche gründlich säubern... Eben das, was eine Hauhaltshilfe eben so macht. Anders gesagt: Eine Putzfrau!

Nur daß ich diese nicht selber zahlen muss, sondern die Kosten von der Grundsicherung der Hansestadt Lübeck übernommen werden. Für 2 x 2,5 Stunden wöchentlich.

(Anmerkung: Grundsicherung ist bei uns in Lübeck das, was früher mal das Sozialamt war.).

Zur Grundsicherung ist allgemein zu sagen:

Grundsicherung steht jedem zu, der ein kleines Einkommen (Rente etc) hat und der unter dem gesetzlichen Mindesteinkommen liegt.

Muss allerdings bei den zuständigen Stellen beantragt werden.(Ich glaube, ich habe auch schon mal was dazu geschrieben, aber das Thema etwas aus den Augen verloren) Sorry dafür. Ich werde das Thema aber in der nächsten Zeit noch mal aufgreifen.Wer im Vorwege dazu fragen hat, darf mich gern per PM anschreiben. Icg werde dann versuchen, die Fragen zu beantworten. Bitte bedenkt aber bitte dabei: Auch ich muß meine diversen "Krankheiten pflegen" - es kann also etwas dauern!!!

Euer koechli2606

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Guter Ratgeber

Danke für deine Antwort, koechli2606 .

Schon übel, wenn einem das Drumherum mehr zu schaffen macht, als die Krankheit selbst...

Was ich nicht verstanden habe, ist, was deine Nachbarn mit der Haushaltshilfe zu tun haben.

Hast du Infos drüber, wem eine solche Hilfe zusteht? Was muss man da krankheitsmäßig für "Voraussetzungen" mitbringen oder anders gesagt: Wie schlecht muss es einem da gehen?

LG

Loreley

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Guter Ratgeber

Hallo Loreley,

die Beantwortung deiner fragen "überfordert" mich im Augenblick so kurz nach dem "Wachwerden" etwas - meinen 3. Becher Kaffee hatte ich noch nicht. Ich werde mich aber im Laufe des heutigen, in Lübeck etwas "ungemütlichen Tages", daran machen, deine Fragen zu beantworten.

 koechli2606

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Guter Ratgeber

Hallo Loreley, die Fragen sind etwas schwer zu beantworten. (Das würde ein Roman werden...).

Meine Nachbarn hängen in soweit damit drin, dass ich ihnen meine Haushaltshilfe zu "verdanken" habe. Sie mochten mich seit meinem Einzug in diese Wohnung nicht - aus welchen Gründen auch immer. Sie legten sich wegen jeder Kleinigkeit mit mir an. Egal, was es war - immer nur mit mir. Es ging soweit, dass sie behauptet haben, aus (in) meiner Wohnung würde es stinken und der Geruch bis auf Flur dringen. Irgendjemand hat dan  das Gesundheitsamt verständigt, sie möchten sich darum kümmern. Was die natürlich NICHT getan haben- weil die nur bei Seuchengefahr und ähnlichen Sachen tätig werden. Stattdessen kam jemand von  derErwachsenenhilfe der Stadt Lübeck.Der hat sich zunächst einmal davon überzeugt, dass ich weder Kakerlaken, Silberfische oder ähnliche " Mitbewohner" hatte. lediglich gegen meinen "Killerkater" hatte er nichts einzuwenden.... Dann sind wir meine persönliche Situation durchgegangen. Aufgrund meiner Behinderung hat er erkannt, dass ich einige Dinge doch nicht mehr selbst erledigen kann. Und hat mir Hilfe angeboten: Eben das, was ich jetzt habe.

Unterstützung im Haushalt. Mit den Aufgaben, die eine Putzfrau so erledigt.

Er hat die entsprechenden Anträge in seiner Dienststelle fertig gemacht. Die Bewilligung erfolgte dann durch die Grundsicherung.

Erst waren es 3 Stunden / Woche, dann wurde es erhöht auf 5 Stunden / Woche. Die Kosten dafür übernimmt die Grundsicherung - also die Stadt Lübeck. Ich unterschreibe nur, wenn die Hilfe da war. Wie hoch die Kosten sind, kann ich nicht sagen.

Den anderen Teil deiner Fragen beantworte ich dir in der nachfolgenden Mail - sonst wird es einfach zu viel.

Erst einmal ganz liebe Grüsse aus Lübeck...

koechli2606

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Guter Ratgeber

Hallo Loreley,

der zweite teil deiner fragen ist ebenso schwierig zu beantworten.

Ich kann nur über den Ablauf in Lübeck berichten. Im Grunde genommen müsste es aber überall gleich oder ähnlich sein.

Das Problem liegt darin: Bei uns in Lübeck gibt es kein Sozialamt mehr - das macht jetzt alles das "Verwaltungszentrum":

Ist nichts anderes wie das Sozialamt. Mit genau den selben Aufgaben wie früher. Leider ist das nicht Bundesweit geregelt - das ist nach wie vor Ländersache. Und so kocht jedes Bundesland mit diesen Dingen sein eigenes Süppchen. Da gibt es leider innerhalb eines Bundeslandes auch noch Unterschiede - je nach Status der Gemeinden.

Das ist vom alten Sozialhilferecht leider geblieben. Die Bundesgesetze gelten zwar überall - aber mit Ausführungs / Durchführungsbestimmungen kann jede gemeinde umgehn, wie sie will.

Ich werde mich auf jeden fall noch mal schlau machen, ob es betimmte Voraussetzungen gibt, die für alle zumindest halbwegs verbindlich sind.

Vorerst kann ich - wie ich es eigentlich immer mache, nur empfehlen:

Nur wer fragt - bekommt eine Antwort!!!  Also los auf die zuständigen Stellen, wie auch immer sie bei Euch heissen mögen. Fragen, einen Antrag stellen - sie müssen das bearbeiten und Euch antworten.

Jede Beratungsstelle im Ort oder in der nächsten Umgebung kontaktieren. Wer einen Pflegedienst hat - die helfen Euch ebenfalls weiter!

Und traut Euch ruhig, auch mal "über Euren eigenen Schatten" zu springen:

Selbst die Kirche / Diakonie / DRK bieten Beratung an..

Irgendwo gibt es doch betimmt auch sogenannte "Pflegestützpunkte". Ebenfalls fragen.

Ansonsten mache ich mich schlau - versprochen....

Euer koechli 2606

Zum Schluss noch mal einen meiner Leitsprüche:

"Mein Hals ist leider nicht lang genug, dass ich den Kopf ohne Probleme in den Sand stecken könnte!!!"

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Guter Ratgeber

Okay... Jetzt verstehe ich, warum du "verdanken" in Anführungszeichen gesetzt hast.

Das mit den Nachbarn hört sich ja nicht einfach an, auch wenn dabei die Zugehfrau herausgekommen ist.

Seit wann wohnst du in dieser Wohnung und was haben die gegen dich? Kann es sein, dass die mit einem alleinstehenden Mann (nehme ich jetzt mal an aus deinen Beiträgen) nicht klar kommen, weil sie selbst so im klassischen Beziehungsschema stecken?

Gruß

Verena