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Menopause: Wie kann man eine Depression vermeiden?

Veröffentlicht am 19.12.2020 • Von Candice Salomé

Die Wechseljahre markieren das Ende des Fruchtbarkeitszyklus der Frau. Dieser natürliche Prozess führt zu hormonellen und physiologischen Veränderungen. Jede Frau erlebt diese Zeit anders, mit unterschiedlichen Symptomen und Empfindungen. Unter den vielfältigen Symptomen, die Frauen während dieser Zeit erfahren können, findet man häufig Depressionen.

Aber was genau ist die Menopause und welche Symptome gibt es? Was ist der Zusammenhang von Menopause und Depression? Welche Rolle spielen die verschiedenen Sexualhormone für die Psyche? Welche Lösungen gibt es, um besser durch die Wechseljahre zu kommen?

Wir sagen Ihnen alles in unserem Artikel!

Menopause: Wie kann man eine Depression vermeiden?

Die Menopause ist eine Zeit, die alle Frauen erleben und durch das Ausbleiben des Eisprungs sowie der Periode bestimmt wird. Dieser geht eine Phase mit dem Namen „Perimenopause“ voraus. Verschiedenste Symptome treten dann auf: Hitzewallungen, Müdigkeit, Schlafstörungen, Reizbarkeit, …

Was ist die Menopause?

Die Menopause tritt normalerweise im Alter zwischen 45 und 55 Jahren auf, mit einem Durchschnittsalter um das 50. Lebensjahr. Es handelt sich um die Zeit, in der die Menstruation endgültig ausbleibt.
Dieser natürliche physiologische Prozess erfolgt, wenn die Eierstöcke aufhören, Hormone (Östrogen und Progesteron) auszuschütten und keine Eizellen mehr bilden. Man sagt im Allgemeinen, dass die Menopause endgültig eingetreten ist, wenn die Menstruation seit einem Jahr ausbleibt.

Der Menopause geht eine Periode voraus, die als Prämenopause oder auch Perimenopause bezeichnet wird und in der sich die Aktivität der Eierstöcke verlangsamt und die weiblichen Hormone abnehmen.
Der Menstruationszyklus wird unregelmäßig, zuerst kürzer, dann länger mit zunehmendem Abstand zwischen den Regeln.
Die Perimenopause dauert etwa 5 Jahre an, bis die Periode vollständig ausbleibt. Bei Frauen in der Perimenopause können verschiedene Symptome wie Hitzewallungen, Müdigkeit, Schlafstörungen oder auch Reizbarkeit auftreten.

Bei einigen Frauen kann die Prämenopause von psychischen Störungen wie Konzentrations- oder Gedächtnisstörungen, Angstzuständen oder gar Depressionen begleitet werden.

Welche Verbindung besteht zwischen Menopause und Depression ?

Durch die Symptome, die damit verbunden sind, kann die Menopause für viele Frauen eine Krisenzeit darstellen. Aber das Ausbleiben der Ausschüttung der Sexualhormone (Progesteron und Östrogen) hat einen direkten Einfluss auf die Stimmung.

Doktor Christian Jamin, Gynäkologe-Endokrinologe in Paris, zufolge: „Viele Frauen durchlaufen diese Zeit ohne Störungen und es sollte angemerkt werden, dass es keine psychiatrischen oder psychischen Erkrankungen im medizinischen Sinne dieses Begriffs gibt, die durch die Menopause hervorgerrufen werden. Andererseits ist die Menopause ein schwächender Faktor und, wenn eine Pathologie zugrunde liegt, kann sie bei dieser Gelegenheit ausbrechen.“

Zwei Mechanismen können diese besondere Schwächung erklären:

  • Hormone wirken sich direkt auf das Wohlbefinden aus. Wenn diese Hormone fehlen, fühlen sich Frauen oft ohne Energie,
  • Die Wechseljahre können Symptome hervorrufen, die sich sehr störend auf den Alltag auswirken, wie z.B. Schlafstörungen, die zu einem Mangel an Energie und Unwohlsein führen können.

Diese aufkommende Anfälligkeit von Frauen in der Menopause ist nicht konstant erkennbar.

Sie hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Wie schnell der Hormonabfall auftritt. In der Tat sind die Störungen häufiger bei einer chirurgisch hervorgerufenen Menopause (chirurgische Entfernung beider Eierstöcke), die so einen plötzlichen Hormonabfall verursacht. Im Gegensatz dazu, wenn die Hormone langsam weniger werden, kann eine Frau eher ihr Gleichgewicht halten und hat möglicherweise keine Symptome.
  • Die zugrunde liegende Psyche spielt eine vorgeordnete Rolle. Die Auswirkungen der Menopause können für eine gesunde Frau gegebenenfalls kaum wahrnehmbar sein. Sie können jedoch eine empfindliche Person in großes Unbehagen versetzen.

Welche Rolle nehmen die Hormone bei der Psyche ein?

Es existieren drei Arten von Sexualhormonen:

  • Östrogene wirken stimulierend. Wenn sie im Übermaß vorhanden sind, können sie Nervosität und Schlaflosigkeit verursachen. Wenn sie nicht mehr ausgeschüttet werden, können Frauen in gewissem Maße antriebslos werden. Östrogenmangel kann dazu führen, dass einige Frauen nah am Wasser gebaut sind, wenn sich ihre Periode nähert. Dieses Phänomen kann auch während den Wechseljahren auftreten.
  • Progesterone hingegen sind Beruhigungshormone, die dabei helfen, ruhig zu schlafen und sich gut zu fühlen. Progesteronmangel tritt nicht in der Menopause auf, sondern in den Jahren davor (Premenopause). Zum Zeitpunkt der Menopause besteht daher ein Östrogenüberschuss, der zu Nervosität, Angstzuständen und Charakterstörungen führen kann.
  • Androgene sind männliche Hormone, die bei Frauen in geringen Mengen vorkommen. Ab dem 30. Lebensjahr beginnt ihre Konzentration langsam zu sinken. Die könnte einen Rückgang der Libido und des sexuellen Verlangens erklären.

Darüber hinaus wird der Östrogenabfall auch die Produktion von Serotonin verringern, einem Neurotransmitter, der an der Stimmung und den Emotionen beteiligt ist, was erklären würde, wieso 10 bis 15% der Frauen einen vorübergehenden Stimmungsabfall erfahren.

Welche Lösungen gibt es, um die Menopause besser zu durchleben?

Wenn es sich um eine wirkliche Depression handelt, sollte eine Behandlung mit Antidepressiva durchgeführt werden. Sie korrigieren die tiefen biologischen Störungen, die das Gehirn betreffen.
Innerhalb weniger Wochen ermöglichen Antidepressiva einen Anstieg der Konzentration der ausgefallenen Neurotransmitter (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin), die eine Rolle als chemische Botenstoffe zwischen den Neuronen spielen.

Sport kann eine echte Hilfe sein, um Stimmungswankungen auszugleichen. Er verringert Stress und Angst und reduziert zusätzlich die Schmerzempfindung und die physische Müdigkeit.

Darüber hinaus zeigten drei kürzlich durchgeführte Studien, dass Omega-3-Fettsäuren die Stimmung positiv beeinflussen.

Eine dieser Studien, die von einem Team aus Quebec durchgeführt wurde, bestand darin, täglich 1.500g Omega-3-Fettsäuren an 60 Frauen im Alter von 40 bis 55 Jahren zu geben, die unter psychischen Problemen litten.
Nach zwei Monaten gab es keine Verbesserung bei echten Depressionen. Bei Frauen mit leichter Depression nahmen die Symptome jedoch deutlich ab.
Omega-3-Fettsäuren haben ebenfalls dazu beigetragen, Hitzewallungen zu reduzieren.

Es kann sich daher lohnen, die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren durch die Wahl von Walnuss-, Raps- oder Sojaöl anstelle von Sonnenblumen- oder Erdnussöl zu erhöhen. Darüber hinaus schützen Omega-3-Fettsäuren die Arterien!

Die Menopause ist ein natürlicher Prozess, der bei Frauen im Alter von etwa 50 Jahren auftritt und einige vorübergehende Symptome hervorruft, einschließlich Depressionen. Aber seien Sie unbesorgt, es handelt sich in den meisten Fällen um eine vorübergehende Depression und es kommt bei der letzten Phase der Menopause zu einer Normalisierung, da sich bei den Frauen dann ein neues hormonelles Gleichgewicht einstellt!
Falls Sie keine Verbesserung feststellen, sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren, der Ihnen helfen wird, diesen Hürde zu meistern.

War diese Patientengeschichte für Sie hilfreich?
Gerne können Sie Ihre Gedanken und Fragen in den untenstehenden Kommentaren mitteilen!

Alles Gute!


avatar Candice Salomé

Autor: Candice Salomé, Gesundheitsredakteurin

Candice ist Content Creator bei Carenity und hat sich auf das Schreiben von Gesundheitsartikeln spezialisiert. Ihr besonderes Interesse gilt den Bereichen Psychologie, Wellbeing und Sport. 

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