Atemwegsallergien bei Kindern: Sie verstehen und im Familienalltag besser damit umgehen
Veröffentlicht am 14.09.2026 • Von Léonie Guerut
Atemwegsallergien treten bei Kindern häufig auf. Sie können lästige Symptome wie Niesen, eine verstopfte oder laufende Nase, juckende Augen, Husten oder manchmal Atembeschwerden verursachen. Treten diese Symptome wiederholt auf, können sie den Schlaf, den Schulalltag, sportliche Aktivitäten und das Leben der ganzen Familie beeinträchtigen.
Worum handelt es sich bei Atemwegsallergien?
Eine Atemwegsallergie tritt auf, wenn das Immunsystem übermäßig auf eine normalerweise harmlose Substanz, ein sogenanntes Allergen, reagiert.
Bei Kindern gehören insbesondere die allergische Rhinitis und bestimmte Formen des allergischen Asthmas zu den häufigsten Atemwegsallergien. Sie können saisonal auftreten, beispielsweise bei Pollenflug, oder das ganze Jahr über bestehen.
Was sind die wichtigsten Auslöser?
Verschiedene Allergene können dafür verantwortlich sein:
- Pollen, insbesondere im Frühling und Sommer
- Hausstaubmilben, die in Bettwäsche, Teppichen und Textilien vorkommen
- Tiere, insbesondere Katzen und Hunde
- Schimmelpilze, deren Wachstum durch Feuchtigkeit begünstigt wird
- Tabakrauch und Luftverschmutzung, die Atemwegsbeschwerden verschlimmern können
Durch das Erkennen der Auslöser lässt sich die Umgebung des Kindes besser anpassen.
Auf welche Symptome sollten Sie achten?
Die häufigsten Anzeichen sind
- wiederholtes Niesen
- eine laufende oder verstopfte Nase
- Juckreiz in Nase, Rachen oder Augen
- rote oder tränende Augen
- anhaltender Husten
- pfeifende Atmung oder ein Engegefühl in der Brust
Ein Husten, der regelmäßig wiederkehrt, insbesondere nachts oder bei Anstrengung, sollte einem Arzt gemeldet werden.
Wie können Sie Ihrem Kind im Alltag helfen?
Bestimmte Maßnahmen können den Kontakt mit Allergenen einschränken: regelmäßige Belüftung der Wohnung, Verringerung von Staub und Feuchtigkeit, Pflege der Bettwäsche und Vermeidung von Tabakrauch.
Während der Pollensaison kann es außerdem sinnvoll sein, den Pollenflug zu beobachten und bestimmte Aktivitäten im Freien anzupassen, wenn der Pollenflug-Gefahrenindex hoch ist.
Es ist jedoch nicht notwendig, alle Familiengewohnheiten umzukrempeln, ohne zuvor die Allergie identifiziert zu haben. Ein Arzt oder Allergologe kann dabei helfen, die verantwortlichen Faktoren zu ermitteln und eine geeignete Behandlung vorzuschlagen.
Welche Auswirkungen hat dies auf das Familienleben?
Es wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen, wenn die Symptome häufig auftreten, anhalten, den Schlaf oder die Aktivitäten des Kindes beeinträchtigen oder wenn sie mit Atembeschwerden einhergehen.
Bei erheblichen Atembeschwerden, einer raschen Verschlechterung oder Atemnot ist eine dringende medizinische Versorgung erforderlich.
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Kann eine Atemwegsallergie mit zunehmendem Alter verschwinden?
Der Verlauf hängt vom jeweiligen Kind und der Art der Allergie ab. Manche Allergien können mit der Zeit abklingen, während andere bestehen bleiben. Eine ärztliche Betreuung ermöglicht es, die Behandlung entsprechend anzupassen.
Kann ein allergisches Kind Sport treiben?
Ja. Eine Atemwegsallergie bedeutet nicht, dass man mit dem Sport aufhören muss. Wenn während der körperlichen Anstrengung Symptome auftreten, ist es wichtig, dies mit einem Arzt zu besprechen.
Wie finde ich heraus, worauf mein Kind allergisch reagiert?
Der Arzt kann sich auf die Symptome und deren Zusammenhang stützen und bei Bedarf eine allergologische Untersuchung vorschlagen.
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Klicken Sie auf Ich mag oder teilen Sie Ihre Gedanken und Fragen mit der Gemeinschaft in den untenstehenden Kommentaren!
Alles Gute!