ASTHMA: BEHANDLUNG

Unterschieden werden grundsätzlich zwei Gruppen von Asthmamedikamenten:  Controller, welche über eine längere Zeit eingenommen werden müssen, um einen langfristigen Effekt zu gewährleisten, sowie Reliever, die bei Asthmaanfällen als Akutmedikamente zum Einsatz kommen.
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In 95 % der Fälle ist es heute mit Medikamenten gut möglich, Asthma unter Kontrolle zu halten. Jedoch nehmen bei weitem nicht alle Personen, die an Asthma erkrankt sind, auch Medikamente. Andere wiederum machen Fehler bei der Einnahme.

Kortikoide  tragen dazu bei, das Anschwellen der Schleimhäute in den Bronchien zu verringern und so Symptome bzw. eine sich im Laufe der Zeit verschlechternde Atmung zu vermeiden.  Um eine Abschwächung der Entzündung in den Atemwegen und damit den erwünschten Erfolg zu erreichen, müssen Kortikoide täglich  inhalativ angewendet werden, wobei es zu Behandlungsbeginn bisweilen mehrere Wochen dauern kann, bis die erwünschte Wirkung erreicht wird. Es lässt sich daher erst nach etwa zwei Wochen sagen, ob die Gabe von Kortikoiden erfolgreich ist oder nicht.

Sollte ein Patient zwei oder drei Tage in Folge eine wesentlich höhere Dosis an Kortikoiden benötigen als gewöhnlich, ist unbedingt ärztlicher Rat einzuholen.

Im Falle einer Bronchokonstriktion (Bronchialverengung) erweisen sich bronchienerweiternde Medikamente als sehr wirksam.  Diese sog. Bronchodilatatoren werden inhaliert (sowie ganz selten auch in Form einer Tablette, Spritze oder Infusion verabreicht) und wirken symptomatisch, d. h. sie lindern die Beschwerden.

Bronchodilatatoren werden hauptsächlich während eines Asthmaanfalls inhaliert und entspannen die verkrampfte Bronchialmuskulatur, so dass es zu einer Erweiterung der Atemwege kommt. Bronchodilatatoren führen jedoch weder zum Abschwellen der Schleimhaut, noch vermindern sie die übermäßige Schleimproduktion.

Jede Person, die an Asthma erkrankt ist, sollte ständig in Form eines Notfallsprays einen Bronchodilatator mit sich führen. Notfallsprays sind nicht immer einfach zu handhaben. V. a. Kindern kann es schwerfallen, Atmung und Auslösen des Sprühstoßes zu koordinieren. Sog. Spacer (Vorschaltkammern) können hier helfen.

Im Falle eines schweren Asthmaanfalls können Kortikoide auch in Tablettenform oder  aber subkutan verabreicht werden. Eine sehr schwere Atemnot kann lebensbedrohlich sein. Zu Todesfällen kommt es durch Asthma jedoch immer seltener und v. a. bei Patienten, die ihre Medikamente nicht (mehr) einnehmen. Häufig sind diese noch sehr jung.

Sehr empfehlenswert ist ferner eine Asthmaschulung.
 

Aktualisiert am: 16.11.17

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Autor: Carenity Redaktionsteam, Redaktionsteam

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