Nierenschaden: Test soll Risiko früh ermitteln

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Guter Ratgeber

Nierenschaden: Test soll Risiko früh ermitteln

Unsere Nieren sind Hochleistungsorgane: Bis zu 300 Mal pro Tag filtern sie die gesamte Blutmenge. Insgesamt passieren so bis zu 1.800 Liter täglich die Nieren. Sie sorgen neben der Leber für die Entgiftung des Körpers, regeln den Wasser- und den Salzhaushalt sowie den Blutdruck. Das funktioniert selbst mit eingeschränkter Nierenfunktion noch recht lange. Doch einmal zerstörtes Nierengewebe lässt sich nicht mehr reparieren. Auch wenn die Nieren sehr krank sind und nur noch eingeschränkt arbeiten, spürt man davon oft nichts.

Bluthochduck und Diabetes wichtige Risikofaktoren

Zwei wesentliche Faktoren können eine Nierenschwäche auslösen: Wer längere Zeit unter hohem Blutdruck leidet, der sich mit Medikamenten nicht gut senken lässt, sollte deshalb unbedingt seine Nierenfunktion prüfen lassen. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck schadet den Gefäßen - und das gilt auch für die kleinen Nierengefäße. Bei jedem fünften Dialysepatienten ist Bluthochdruck die Ursache der chronischen Nierenschwäche, jeder dritte ist Diabetiker.

Die Früherkennung einer Nierenschwäche ist deshalb von großer Bedeutung. Zurzeit spielt dabei der Kreatinin-Wert im Blut eine wichtige Rolle: Er steigt erst an, wenn Nierengewebe bereits geschädigt ist. Kreatinin entsteht ständig bei der Aktivität der Muskeln und wird durch die Nieren ausgeschieden. Je schlechter die Nieren arbeiten, desto höher ist der Kreatinin-Wert im Blut.

Eiweißstoff suPAR Schlüssel für Nierenerkrankung?

Die Forscher arbeiten jetzt an einem Test, der bereits im Voraus Risikopatienten identifizieren kann. Sie suchen nach Faktoren im Blut, die genauer als Kreatinin den Zustand der Nieren anzeigen. Jetzt gibt es einen neuen Ansatz: die Bestimmung des Eiweißstoffes suPAR im Blut. US-amerikanische Forscher haben Blutproben von fast 3.700 Personen analysiert und untersucht, wie sich der suPAR-Wert entwickelt, wenn die Personen nierenkrank werden. Das Ergebnis: suPAR ist nicht nur ein Marker für eine Nierenerkrankung, sondern kann diese wohl auch selbst fördern. Das bedeutet für die Forscher im Umkehrschluss, dass sich Nierenerkrankungen behandeln lassen müssten, wenn das suPAR aus dem Blut entfernt wird. Das funktioniert mithilfe eines Blutwäscheverfahrens, der sogenannten Plasmapherese.

In ersten kleinen Untersuchungen konnten die Forscher schon positive Ergebnisse verzeichnen, doch noch ist die Behandlung Zukunftsmusik. Deshalb ist es wichtig, einer Nierenschwäche vorzubeugen:

Tipps für eine gesunde Niere:

Halten Sie sich fit und aktiv:

Bewegung und Sport helfen, Bluthochdruck und Diabetes mellitus entgegenzuwirken. Diese Erkrankungen sind die häufigsten Ursachen eines Nierenversagens.


Kontrollieren Sie Ihren Blutzucker:

Wenn Sie an Diabetes mellitus erkrankt sind, sorgen Sie dafür, dass Ihr Blutzucker stabil eingestellt ist. Diabetes mellitus schädigt die Gefäße - und die Niere besteht aus einer Vielzahl an kleinsten Gefäßen, die wie ein Filter wirken.


Messen Sie Ihren Blutdruck:

Bluthochdruck ist die zweithäufigste Ursache für ein Nierenversagen. Für den Erhalt der Nierengesundheit sollten die Blutdruckwerte unter 140/90 Millimeter Quecksilbersäule (mm Hg) liegen.


Ernähren Sie sich gesund und halten Sie Ihr Gewicht im Normalbereich:

Übergewicht zieht häufig Bluthochdruck und Diabetes mellitus als Begleiterkrankungen nach sich und die wiederum können die Nieren schädigen.


Trinken Sie ausreichend:

Ein gesunder Mensch sollte täglich 1,5 Liter trinken - bei erhöhtem Flüssigkeitsverlust sogar mehr. 


Hören Sie mit dem Rauchen auf:

Rauchen ist der "Gefäß-Killer" Nummer eins.


Nehmen Sie freiverkäufliche Schmerzmittel nicht über einen längeren Zeitraum ein:

Die Nieren reagieren empfindlich auf einen "Dauerbeschuss" mit vielen Schmerzmedikamenten.


Lassen Sie jährlich Ihre Nierenfunktion vom Hausarzt überprüfen, wenn Sie einen dieser Risikofaktoren erfüllen: 1. Sie sind über 60 Jahre alt. 2. Sie haben Diabetes mellitus. 3. Sie haben Bluthochdruck. 4. Sie sind stark übergewichtig. 5. Ein Familienangehöriger ersten Grades ist an einem Nierenversagen erkrankt

Quelle: http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Nierenschaden-Test-soll-frueh-Risiko-ermitteln,nierenschwaeche100.html
 

Beginn der Diskussion - 26.08.17

Nierenschaden: Test soll Risiko früh ermitteln

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Ciao!

Schaut unbedingt dass ihr das nicht bekommt!

Nierenschaden: Test soll Risiko früh ermitteln

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Guter Ratgeber

Eine gute Sache!

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