Alle Informationen über Immunbedingte thrombozytopenische Purpura

Die Immunthrombozytopenie (ITP) ist eine seltene Erkrankung, bei der das Immunsystem des Patienten die Blutplättchen angreift und zerstört.

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Immunbedingte thrombozytopenische Purpura: Alles, was Sie wissen müssen

Was ist die immunbedingte thrombozytopenische Purpura?

Die Immunthrombozytopenie (ITP), auch bekannt als immunbedingte thrombozytopenische Purpura, ist eine seltene Erkrankung, bei der das Immunsystem des Patienten die Blutplättchen angreift und zerstört. Blutplättchen sind Zellfragmente, die für die Blutgerinnung verantwortlich sind. Die Abnahme der Blutplättchen im Blut kann zu Blutungen führen, da die Gerinnung nicht mehr ausreichend funktioniert.

Symptome der Immunthrombozytopenie

Der durch ITP verursachte Gerinnungsstörung kann zu verschiedenen Arten von Blutungen führen:

  • Hautsymptome: Subkutane Blutungen können rote Flecken unter der Haut hervorrufen. Dieses Phänomen wird als „Purpura“ bezeichnet. Sind die Flecken klein und zahlreich, spricht man von Petechien. Zudem neigen ITP-Patienten dazu, bereits nach geringfügigen Verletzungen Blutergüsse und Ekchymosen zu entwickeln.
  • Blutungen: Es kann zu oberflächlichen Blutungen kommen, insbesondere am Zahnfleisch oder in der Nase. Manchmal finden Patienten Blut im Urin oder Stuhl, und die Menstruationsblutung kann besonders stark ausfallen. Zudem können kleine Wunden, die normalerweise harmlos sind, übermäßig starke Blutungen auslösen.
  • Innere Blutungen: Die immunbedingte thrombozytopenische Purpura kann auch innere Blutungen verursachen, beispielsweise Magen-Darm-Blutungen. Eine seltene Komplikation ist sind Hirnblutungen, die besonders schwerwiegend ausfallen können.

Ursachen und Risikofaktoren der Immunthrombozytopenie

ITP wird durch eine Autoimmunreaktion ausgelöst, bei der die Antikörper des Patienten dessen Blutplättchen angreifen und zerstören. Diese Erkrankung tritt häufiger bei jungen Frauen sowie bei Patienten mit anderen Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis oder Lupus auf. Manchmal wird die Erkrankung durch eine Infektion ausgelöst, beispielsweise durch HIV, H. pylori oder bestimmte Arten von Hepatitis. Bei Kindern tritt ITP häufig nach einer Virusinfektion wie Mumps oder Grippe auf und ist selbstlimitierend.

Die Diagnose der Immunthrombozytopenie

Die Diagnose wird gestellt, wenn eine ungewöhnlich niedrige Thrombozytenzahl festgestellt wird, keine weiteren Auffälligkeiten im Blutbild vorliegen und andere mögliche Ursachen wie eine laufende medikamentöse Therapie oder eine Grunderkrankung ausgeschlossen wurden. In einigen Fällen kann eine Knochenmarksuntersuchung erforderlich sein, um die Diagnose zu bestätigen.

Behandlung der Immunthrombozytopenie

Bei Patienten mit ausreichender Thrombozytenzahl und ohne Blutungen kann die Behandlung in einer einfachen medizinischen Nachsorge bestehen. Bei niedriger Thrombozytenzahl oder festgestellter Blutung können verschiedene Therapien empfohlen werden.

Die Erstlinientherapie besteht meist aus oral verabreichten Steroiden wie Prednison. Ihre immunsuppressive Wirkung begrenzt die Zerstörung der Thrombozyten, doch müssen diese Medikamente aufgrund ihrer potenziellen Langzeitnebenwirkungen schrittweise abgesetzt werden, sobald eine ausreichende Thrombozytenzahl erreicht ist.

Wenn die Steroide nicht wirken oder wenn die Blutungen schwerwiegend sind, kann der Arzt Immunglobulin-Injektionen verschreiben, die schnell wirken und die Zerstörung der Thrombozyten wirksam begrenzen.

Rituximab (Rituxan, Truxima) kann ebenfalls eingesetzt werden, um die gegen die Thrombozyten gerichtete Immunreaktion zu hemmen.

Darüber hinaus gibt es Behandlungen, die die Thrombozytenproduktion ankurbeln können. Romiplostim (Nplate) und Eltrombopag (Promacta) regen die Thrombozytenproduktion im Knochenmark an, bergen jedoch das Risiko von Blutgerinnseln.

Schließlich kann auch eine chirurgische Behandlung Teil des Behandlungsplans für Patienten mit ITP sein. Der chirurgische Eingriff besteht in der Entfernung der Milz, der sogenannten Splenektomie.

Die Milz ist der Hauptort der Thrombozytenzerstörung und der Autoantikörperproduktion. Diese Option ist jedoch nicht für alle Patienten geeignet und hat den Nachteil, dass sie die Anfälligkeit der Patienten für Infektionen erhöht.

Das Leben mit Immunthrombozytopenie

Es wird empfohlen, dass Patienten Kontaktsportarten meiden, um das Risiko von Verletzungen zu verringern, die zu Blutungen führen können. Die Verwendung von Zahnbürsten mit weichen Borsten kann Zahnfleischbluten eindämmen. Einige rezeptfreie Medikamente (Aspirin, nichtsteroidale Entzündungshemmer usw.) werden für ITP-Patienten nicht empfohlen, da sie die Funktion der Blutplättchen beeinträchtigen.

Schließlich sollten Patienten, bei denen eine Milzentfernung vorgenommen wurde, besonders aufmerksam auf Anzeichen einer Infektion wie Fieber achten und bei Auftreten solcher Symptome umgehend medizinisch versorgt werden.

Veröffentlicht am 02.07.2026

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Autor: Carenity Redaktionsteam, Redaktionsteam

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