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Welche gesundheitlichen Vorteile haben Gewürze?

Veröffentlicht am 26.08.2023 • Von Candice Salomé

Ingwer, Koriander, Kurkuma, Zimt... Gewürze verleihen unseren Gerichten nicht nur Aroma, sondern helfen auch, beim Kochen Salz und Zucker einzusparen. Aber das ist noch nicht alles, denn sie haben auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile: Sie wirken antibakteriell, entzündungshemmend und gegen Blähungen. 

Aber welche Gewürze sollten wir dann entsprechend unserer gesundheitlichen Probleme verwenden? Wie kann man sie am besten tagtäglich verzehren?

Wir verraten es Ihnen in unserem Artikel!

Welche gesundheitlichen Vorteile haben Gewürze?

Seit der Antike überqueren die Menschen die Ozeane und Kontinente auf der Suche nach neuen Gewürzen zum Kochen und für die Gesundheit. Gewürze werden seit jeher in allen Teilen der Welt zum Konservieren von Lebensmitteln und zum Würzen von Speisen verwendet und verleihen Gerichten Geschmack und Farbe. Sie haben aber auch eine Reihe von gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Welche Gewürze für welche gesundheitlichen Probleme?

Kurkuma  

Kurkuma ist ein Gewürz, das aus dem Rhizom der Pflanze Curcuma longa oder Curcuma aromatica gewonnen wird. Sie wird hauptsächlich in Indien und Malaysia angebaut. 

Kurkuma wird seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin (traditionelle indische Medizin) verwendet. Die WHO erkennt seine Wirksamkeit bei der Behandlung von Verdauungsstörungen an.

Kurkuma ist dank eines seiner Bestandteile, dem Curcumin, ein starkes Antioxidans und wirkt entzündungshemmend.

Kurkuma wird als Magenstimulans verwendet, um Sodbrennen zu bekämpfen und Übelkeit zu reduzieren. Außerdem dient es zur Linderung von Darmschmerzen, Gastritis, Pankreatitis und rheumatoider Arthritis.

Kurkuma kann auch gut für die Haut sein und lindert Ekzeme und Psoriasis. Als Wickel verwendet, hilft es bei Rötungen oder Plaques.

Gewürznelken 

Auch wenn die Forschung über die Wirkung der Gewürznelke noch begrenzt ist, sind ihre gesundheitlichen Vorteile zahlreich. Die Gewürznelke enthält zahlreiche schmerzstillende, entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften.

Gewürznelken können zur Behandlung von Hautproblemen wie Akne, Zahnschmerzen, Allergien, Arthritis, Migräne, Harnwegsinfektionen sowie bestimmten Haar- und Kopfhauterkrankungen (z. B. Schuppen) verwendet werden. Sie lindern auch Rheuma- und Muskelschmerzen, Magenbeschwerden wie Blähungen und Virusinfektionen.

Muskatnuss 

Die Muskatnuss hat verdauungsfördernde Eigenschaften und hilft, bestimmte Beschwerden wie Übelkeit, Magenschmerzen, Blähungen und Durchfall zu lindern. Auch Blähungen, Verstopfung, Magenkrämpfe oder Darminfektionen können mithilfe der Muskatnuss eingedämmt werden. Als echtes Verdauungsgewürz fördert die Muskatnuss den Fluss der Verdauungssäfte und grenzt somit Darmbeschwerden ein.

Eine weitere interessante Eigenschaft der Muskatnuss ist ihre Fähigkeit, Gelenkschmerzen zu lindern. Muskatbutter, auch Muskatnussbutter genannt, wird auf die Haut aufgetragen, wo die Schmerzen auftreten. Sie ist reich an ätherischen Ölen, löst Verspannungen und beugt Krämpfen vor.

Safran 

Safran hat den Ruf, viele Beschwerden zu lindern: Stimmungsschwankungen, Krämpfe, Asthma, Menstruationsbeschwerden, Lebererkrankungen oder auch Zahnschmerzen

Die wichtigste Verwendung besteht jedoch in seiner positiven Rolle bei Stimmungsschwankungen. Zahlreiche Studien belegen seine Wirkung bei Problemen wie Depressionen, Stimmungstiefs, Schlaflosigkeit, Stress und Angstzuständen. Bestimmte Moleküle, aus denen Safran besteht - Crocin und Safranal - scheinen in der Lage zu sein, den Serotoninspiegel, eines der „Glückshormone“, im Gehirn zu modulieren.

Ingwer 

Ingwer ist wie Kurkuma ein Rhizom, das auch in Europa als „Superfood“ anerkannt ist.

Ingwer ist ein starkes Antioxidans und schützt die Körperzellen vor Schäden durch freie Radikale. Er wirkt auf den gesamten Organismus und trägt zur allgemeinen Gesundheit und zum Wohlbefinden bei. Ihm werden zahlreiche positive Eigenschaften zugeschrieben:

  • Er fördert die Verdauung
  • Er begrenzt Übelkeit und Erbrechen
  • Er kann entzündungshemmend wirken
  • Er vermindert das Gefühl von Müdigkeit
  • Er wirkt sich positiv auf das Herz aus
  • Er reduziert Kopfschmerzen und beginnende Migräne

Kardamom 

Kardamom besitzt zahlreiche verdauungsfördernde Eigenschaften. Er wirkt nämlich auf den gesamten Verdauungsbereich und ermöglicht es, die Galle anzuregen, Blähungen und Völlegefühl zu reduzieren, Sodbrennen zu lindern, aber auch Durchfall, Gastritis und Verstopfung zu lindern. Kardamom hilft dank seiner antimikrobiellen und antimykotischen Wirkung, die Darmflora zu regulieren.

Außerdem wirkt er stark entzündungshemmend, schmerzstillend und krampflösend und hilft bei Muskelkrämpfen und den damit verbundenen Schmerzen.

Kardamom ist reich an Kalium, Kalzium und Magnesium. Diese Mineralien stehen im Zusammenhang mit der Regulierung des Herzsystems, der Kontrolle des Blutdrucks und einem guten Sauerstofftransport durch die roten Blutkörperchen.

Achtung: Wenn Kardamom im Übermaß verzehrt wird, kann es zum Auftreten leichter Beschwerden (Übelkeit, Kopfschmerzen...) führen.

Zimt 

Dank seiner antioxidativen Eigenschaften und seines hohen Gehalts an Mineralien und Vitaminen hilft Zimt, das Immunsystem zu stärken, und ist perfekt zur Behandlung bestimmter Winterbeschwerden wie Erkältungen, Husten, Grippe usw. geeignet.

Zimt hat entzündungshemmende, antibakterielle, antivirale, antiparasitäre und antiseptische Eigenschaften. Er kann daher Infektionen und Entzündungen der Darmflora vorbeugen und sogar heilen. Darüber hinaus regt es die Magensekretion an.

Wie kann man diese Gewürze auf einfache Weise konsumieren?

Das Geheimnis der Wirksamkeit von Gewürzen liegt in ihrer regelmäßigen Verwendung. In der Regel sollte man einen Teelöffel Gewürz pro Portion zu sich nehmen, sei es als Tee oder in einem Gericht, das man je nach Geschmack anpasst.

Wenn Sie sie in Ihre Zubereitungen einbauen, heben sie den Geschmack von Gemüse-, Fleisch- oder Fischgerichten hervor. Ihre Vorteile sind unmittelbar spürbar, da sie die Verwendung von Salz (von dem wir tendenziell zu viel konsumieren) stark einschränken, die Zugabe von Zucker vermeiden und weniger Fette wie Sahne oder Butter verwenden.

Am besten ist es, Gewürze aus biologischem Anbau zu wählen. Diejenigen, die nicht aus biologischem Anbau stammen, weisen aufgrund ihrer Zubereitungsart eine hohe Pestizidkonzentration auf. 

Es ist ratsam, Gewürze, die einzeln verkauft werden, Mischungen vorzuziehen. Ebenso sollten Sie frische oder ungemahlene Gewürze wählen, da diese besser haltbar sind und einen höheren Nährstoffgehalt aufweisen. Mit einem Zestenreißer oder einer Gewürzreibe können Sie sie leicht in Ihre Gerichte oder Kräutertees einarbeiten!  


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avatar Candice Salomé

Autor: Candice Salomé, Gesundheitsredakteurin

Candice ist Content Creator bei Carenity und hat sich auf das Schreiben von Gesundheitsartikeln spezialisiert. Ihr besonderes Interesse gilt den Bereichen Psychologie, Wellbeing und Sport. 

Candice hat einen... >> Mehr erfahren

3 Kommentare


Manuela56 • Botschafter-Mitglied
am 26.08.23

Hallo und guten Tag. Ich finde diesen Beitrag sehr interessant und informativ. Ich trinke abends immer einen Tee aus Ingwer, Kurkuma und Zimt. Ich kaufe ihn in der Apotheke. Ich habe ja eine Arthrose in beiden Händen, alle Finger-und Handgelenke sind betroffen, auch beide Daumen. Vor 7 Jahren musste am rechten kleinen Finger eine Zyste entfernt werden, als sich die Gelenkflüssigkeit gesammelt hat und mir Schmerzen bereitete. Der Chirurg sagte noch, ein paar schöne Jahre werden Sie noch haben, aber 10 Jahre werden es nicht. Natürlich schmerzt es, wenn es kalt ist. Auch bei Nass-kaltem Wetter. Im Herbst und Winter ziehe ich Arthrose-Handschuhe zum Schlafen an, so kann ich morgens die Finger und Hände schneller bewegen. Aber die Verformungen sind nicht so stark und zur Zeit an 3 Fingern. Worüber ich auch sehr froh bin. Und hoffe, dass es so bleibt.


biggi1964 • Botschafter-Mitglied
am 26.08.23

Sehr interessant und informativ.

Trinke jeden Morgen meinen ingwer Tee.

Zudem noch Kurkuma, habe ich mir direkt beim gewürzhändler meines vertrauens in Ostafrika gekauft. Dort kaufe ich auch Curry, für mich und meine Freunde



Karin66
am 27.08.23

Hallo Frau Salomé,

ich kann mich hier nur den beiden vorhergehenden Kommentaren nur anschließen - ein wirklich sehr interessanter und informativer Artikel! Vielen herzlichen Dank dafür!

Zudem wusste ich etwa auch noch gar nicht, dass Kardamom so gut für diverse Beschwerden sein kann - dieses Gewürz hatte ich so noch gar nicht beachtet. Muss ich doch mal beim Kochen ausprobieren...

Viele Grüße

Karin

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