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Patienten Kardiopathie

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Thema der Diskussion

Carenity-Mitglied
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Ein selbstbestimmtes Leben, Unabhängigkeit und Freiheit können durch einen Schlaganfall auf einmal anders sein.

Dieses Schicksal kann jeden treffen. Völlig unerwartet und ohne voraussehbare Ursache läuft das Leben plötzlich komplett aus dem Ruder. Der Schlaganfall ist noch immer die dritthäufigste Todesursache und der häufigste Grund für Behinderungen im Erwachsenenalter.

Ging es euch ähnlich oder habt ihr Angehörige, die ähnliches erlebt haben?

Beginn der Diskussion - 28.10.19

Schlaganfall: wie habt ihr ihn erlebt?
Carenity-Mitglied
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Ich selbst bin nicht betroffen aber meine Tante hatte einen zum Glück sehr leichten Schlaganfall. Sie war plötzlich verwirrt und abwesend und hat mehrmals die gleichen Fragen gestellt. Ausserdem hat sie sich nicht gut gefühlt. Im Krankenhaus wurde festgestellt, dass es sich um einen leichten Schlaganfall handelt. Seitdem hat sie keinerlei Sprechstörungen oder  andere Probleme.

Schlaganfall: wie habt ihr ihn erlebt?
Carenity-Mitglied
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Zum Glück gab es bisher in meiner Familie "nur" mütterlicherseits Schlaganfälle - mein lieber Opi hatte einen, dadurch habe ich ihn leider nie mehr kennen lernen können, denn er ist bereits vor meiner Geburt unter anderem an den Folgen gestorben. Das war allerdings auch in der Nachkriegszeit des 2. Weltkriegs und da war natürlich die medizinische Versorgung bei weitem nicht so gut.

Meine Omi (ebenfalls mütterlicherseits) hatte ebenfalls einen - sie ist aber damals im hohen Alter von fast 84 Jahren tot von der Nachbarin gefunden worden, das muss wohl sehr schnell und vor allem für sie hoffentlich schmerzlos gegangen sein...

Ich finde es gut, dass es diesen Tag gibt, denn das kann leider wirklich viel zu schnell passieren...

Liebe Grüße

Karin

Schlaganfall: wie habt ihr ihn erlebt?
Carenity-Mitglied
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Hallo,

ja,mein Schlaganfall-auf einen Schlag tatsächlich und mit einem Schlag spielt nichts mehr eine Rolle!

Konnte nur noch denken,möchte mich noch verabschieden-nur das noch! Allso nur nicht das Bewustsein verlieren sonst wars das. War Abends 10.00 Uhr,ich war mit den Katzen allein im Wohnzimmer und mein Schatz noch auf Arbeit-das hat mir vielleicht das Leben gerettet. All meine Kraft, hab ich aufs Atmen konzentriert. Habe nicht das Bewustsein verloren,bin aber danach vor Erschöpfung auf der Couch eingeschlafen. Absolute Todesangst, die auch danach noch über zwei Wochen jeden Augenblick spürbar war-übertrifft alles andere. Trotzdem bin ich erst zwei Wochen später zu meinem Hausarzt gegangen-kann nicht sagen warum? Aus Angst denke ich.Aus Angst vor der Diagnose. So hab ich meinen Schlaganfall erlebt.

liebe grüße,Gundel

Schlaganfall: wie habt ihr ihn erlebt?
Carenity-Mitglied
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Hallo,

Danke für euren Erfahrungsaustausch! @Pseudo kaschiert‍ hat Sie der Hausarzt überwiesen oder bestimmte Behandlungen verschrieben? Wie geht es Ihnen jetzt?

Liebe Grüsse und bis bald!
Dorothea

Schlaganfall: wie habt ihr ihn erlebt?
Carenity-Mitglied
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Hallo Gundel,

oh Mann, das ist ja eine mega-heftige Geschichte - ich glaube Dir gerne, dass Du in dem Moment echt Todesangst gehabt haben musst! Allerdings ist gerade beim Schlaganfall die "Vogel-Strauß-Methode" (= Kopf in den Sand stecken und nichts machen...) die völlig falsche! Du hättest da sofort die 112 anrufen müssen und ins Krankenhaus. Aber das sagt sich in so einem Moment wahrscheinlich so leicht, wahrscheinlich wärst Du gar nicht dazu fähig gewesen. Nur hättest Du danach wirklich sofort besser zum Arzt gehen sollen - auch wenn Du Angst vor der Diagnose hattest. Wahrscheinlich leidest Du heute noch eventuell unter den Spätfolgen dieses Schlaganfalls?

Wenn so was passiert, kann man echt nur an jeden appellieren: SOFORT die 112 anrufen und ins Krankenhaus - denn eine sogenannte Lyse kann das oder die Blutgerinnsel dann vielleicht noch auflösen und um so geringer sind die Spätfolgen!

Liebe Grüße

Karin

Schlaganfall: wie habt ihr ihn erlebt?
Carenity-Mitglied
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Hallo ihr lieben,

danke euch für eure Anteilnahme, ja ca. zwei Wochen später bin  ich zu meinem Hausarzt (der kennt mich schon 20 Jahre) schilderte ihm was geschehen und äußerte meinen Verdacht auf ein `schlägle`.Das war bestimmt eine Panik-Attacke! meinte er. Das nehm ich ihm immer noch übel! Ich hatte nämlich vor 10 Jahren meine erste Panik-Attacke und rief den Notarzt ,nach kurzer Untersuchung haben sie mir gesagt,sie würden mich jetzt in die Psychatrie bringen,sie können nichts finden und ich hab ne Panik-Attacke. Ich empfand das als dermaßen beschämend,das ich mich jetzt nicht mehr traue einen Notarzt zu rufen.Mit Panik hab ich gut gelernt umzugehen,da ist ein Notarzt nicht mehr nötig.......                                                                                                                                                        Schließlich bekam ich beim Doc eine Überweisung ins MRT. Zwei Monate später,im MRT  wurde dann die Narbe am Hirnstamm entdeckt. Das überbleibsel des Schlaganfalls! Sonst ist,zum Glück ,nichts zurück geblieben-außer Angst! Seit dem hab ich eine Neurologin,alle drei Monate einen Termin bei ihr und einmal im Jahr ins MRT. Was jetzt noch schlimm für mich ist,sie konnten nicht feststellen was den Anfall ausgelöst hat. Bisschen hohes Cholesterin,sonst unauffällig. Für mich heist das :Viel Wasser trinken und hoffen! So,bevor ich euch zu sehr langweile, wünsche allen einen schönen Tag,grüßle

Gundel

Schlaganfall: wie habt ihr ihn erlebt?
Carenity-Mitglied
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Hallo Gundel,

nach diesem dummen Spruch von Deinem Hausarzt kann ich echt sehr gut verstehen, dass Du schlecht auf ihn zu sprechen bist - und dann noch diese extrem schlechte Erfahrung mit dem Notarzt! Kein Wunder, dass Du Dich da nicht mehr an (Not)Ärzte wenden möchtest - was natürlich gerade im Fall eines Schlaganfalls dann die völlig falsche Reaktion ist. Aber man fühlt sich dann als Patient ja gar nicht mehr ernst genommen und wagt es eben leider nicht mehr, sich an einen Arzt zu wenden.

Aber zum Glück sind ja nicht alle Ärzte so - mit Deiner Neurologin scheinst Du ja wirklich eine Ärztin gefunden zu haben, der Du vertrauen kannst und die Dich vor allem auch wirklich ernst nimmt. Leider kann man oft nicht mehr feststellen, was einen Schlaganfall ausgelöst hat, da das ja ,meistens auch plötzliche "Epiosoden" sind und sich danach oft die Blutwerte und auch die sonstigen körperlichen Reaktionen wieder normalisieren - das ist ja leider das Gefährliche daran. Insofern hast Du Glück gehabt, wenn Du keine größeren Schäden davon zurück behalten hast - viele Menschen erholen sich leider nie wieder davon und sind danach zeitlebens auf Pflege angewiesen, eben weil schon zu viele Gehirnzellen durch den Sauerstoffmangel abgestorben sind.

Ich wünsche Dir weiterhin alles erdenklich Gute!

Liebe Grüße

Karin

Schlaganfall: wie habt ihr ihn erlebt?
Carenity-Mitglied
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Danke dir vielmals für die tröstenden Worte! Ein gutes Gefühl nicht allein zu sein.

grüssle Gundel

Schlaganfall: wie habt ihr ihn erlebt?
Carenity-Mitglied
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Hallo Gundel,

das mache ich doch gerne - es ist immer wichtig, dass man weiß, dass man mit seinen Sorgen und Ängsten nicht allein ist. Und sei es auch "nur" online auf dieser Plattform.

Ich wünsche Dir ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr 2020!

Liebe Grüße

Karin