Parkinson: Wie würdet ihr euren Gesundheitszustand derzeit auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten?

/static/themes-v3/default/images/default/home/bg-generic.jpg?1516194360

Patienten Nervensystem

23 antworten

153 gelesen

Thema der Diskussion


Gepostet am
Guter Ratgeber

Hallo,

wie würdet ihr derzeit euren Gesundheitszustand auf einer Skala von 1 (ganz schlecht) bis 10 (eher gut) bewerten und wieso?

Gruß von Nana

Beginn der Diskussion - 23.11.15

Parkinson: Wie würdet ihr euren Gesundheitszustand derzeit auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten?

Gepostet am
Guter Ratgeber

Hi!

Ich antworte jetzt mal stellvertretend für meine Bekannte, die nicht mehr in der Lage ist, einen Computer zu benutzen.

Sie würde ihren Gesundheitszustand je nach Tag auf 2 bis 4 einstufen.

Begründung:

Sie wohnt allein, sich selbst etwas zu essen machen, ist seit etwa drei Monaten nicht mehr drin, sich aus- und anziehen und der täglichen Körperpflege nachgehen, seit etwa einem Jahr. Je nach Tageszeit, kommt sie auch nicht mehr von der Stelle und bringt Personen durcheinander oder erkennt selbst nahestehende Leute erst nach einer gewissen Zeit.

An guten Tagen (die würde sie dann mit 4 bewerten) ist es ihr möglich, ihre Lieblingszeitschrift zu lesen, zu telefonieren und am frühen Nachmittag in Begleitung etwa 200 m bis in den nächsten Park zu gehen.

Würden uns freuen zu hören, wie's anderen geht!

LG

Verena und Annemarie

Parkinson: Wie würdet ihr euren Gesundheitszustand derzeit auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten?

Gepostet am
Guter Ratgeber

Danke für deine Antwort, Verena !

Wie bekommt ihr das so im Alltag "gebacken"? Falls ich das richtig verstanden habe, wohnt Annemarie ja allein...

Parkinson: Wie würdet ihr euren Gesundheitszustand derzeit auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten?

Gepostet am
Guter Ratgeber

Wer möchte Nana noch antworten?

Parkinson: Wie würdet ihr euren Gesundheitszustand derzeit auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten?

Gepostet am
Guter Ratgeber

Hallo Nana68 ,

in der Regel läuft das so:

Zweimal täglich kommt der Pflegedienst zu Annemarie, mittags und abends außerdem fünfmal die Woche das Essen auf Rädern, Frühstück und Getränke kaufe ich ein, am Wochenende kochen abwechselnd Freunde und Verwandte.

Der Arzt kommt mindestens einmal die Woche zum Hausbesuch, der Physiotherapeut zweimal, eine Putzhilfe kann sie sich selbst leisten, die rückt ebenfalls für einen halben Tag in der Woche an, zwischendurch schauen die Nachbarn auch mal kurz rein oder ich sauge mal durch und räume die Spülmaschine aus.

Untertags klappt das Ganze einigermaßen, da immer mal wieder jemand reinschaut. Ist aber schon passiert, dass Annemarie zwei Stunden auf dem Sessel saß und nicht mehr hoch kam oder dass der Pflegedienst am Morgen erst um 11 Uhr da war und Annemarie vorher nicht allein aufstehen konnte.

Weil sie außerdem nicht immer so beweglich ist, um rechtzeitig aufs Klo zu kommen, trägt sie seit etwa einem Jahr Windeln.

Das ist wohl mit das Unangenehmste für sie.

LG

Verena

Parkinson: Wie würdet ihr euren Gesundheitszustand derzeit auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten?

Gepostet am
Guter Ratgeber

Hallo Verena und Annemarie,

falls ihr das gemeinsam lest.

Verstehe, dass Annemarie Windeln unangenehm sind...

Bei uns ist es noch nicht ganz so weit. Was uns allerdings zu schaffen macht, ist der 2. Stock ohne Aufzug sowie so einfache Handgriffe wie Schuhe anziehen, Dosen öffnen usw.

Wann wurde die Krankheit bei Annemarie diagnostiziert?

Habt ihr vor, das weiter so zu managen oder denkt ihr auch über Alternativen nach?

Gruß von Nana

Parkinson: Wie würdet ihr euren Gesundheitszustand derzeit auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten?

Gepostet am
Guter Ratgeber

Hallo,

uns ist durchaus klar, dass das nicht ewig so weitergehen kann.

Annemarie möchte jedoch - so lange wie möglich - in ihren eigenen vier Wänden bleiben, was ich auch verstehen kann. Würde mir vermutlich genauso gehen.

Wir sehen uns schon seit einem Jahr nach anderen Lösungen um, jedoch akzeptieren nicht alle Einrichtungen für Senioren Parkinsonpatienten und ein Seniorenheim sollte ja jetzt auch nicht gerade 150 km weit weg liegen...

Von Bekannten, die im Pflegebereich arbeiten, hören wir auch sehr Unterschiedliches. Ein Pfleger, der mit Parkinsonpatienten arbeitet, ist z. B. der Ansicht, dass die Betreuung in einem Heim nicht unbedingt besser ist als zu Hause, da einfach zu wenig Personal da sei. Dort könne es genauso passieren, dass ein Patient stundenlang nicht aus dem Bett käme oder "ewig" warten müsse, bis ihn jemand von der Toilette holt. Dieser Bekannte hat uns von daher angeraten, Annemarie ein Heim so lange wie möglich zu ersparen, da sie so zumindest noch in ihrer gewohnten Umgebung ist.

Sorgen, wie's weitergeht, machen wir uns aber natürlich große. Sie hat ja niemanden, der zu ihr ziehen könnte. Ich persönlich bin zwar bereit, ihr etwas unter die Arme zu greifen, aber mehr ist bei mir nicht drin, schließlich habe ich auch mein Leben und Familie.

Weiß nicht, ob das jetzt egoistisch klingt?

So wie ich es verstehe, seid ihr ja noch recht mobil. Habt ihr schon weitergeplant oder lasst ihr die nächsten Jahre auch einfach auf euch zukommen? Bist du die einzige, die sich um deine Bekannte kümmert? Und welchen Wert auf der Skala würdet ihr euch gerne geben? (Habt ihr nämlich noch nicht verraten, ist aber eigentlich eher sekundär, da für mich nur ein Anlass, um insgesamt über die Krankheit und die Situation zu diskutieren.)

Wünsche euch ein schönes Wochenende!

Verena

Parkinson: Wie würdet ihr euren Gesundheitszustand derzeit auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten?

Gepostet am
Guter Ratgeber

Wer möchte sich noch an der Diskussion beteiligen?

Parkinson: Wie würdet ihr euren Gesundheitszustand derzeit auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten?

Gepostet am
Guter Ratgeber

MARYLOU, liekendeeler , FLIPPER4301 , Jung und Parkinson, salemia10 oder gerina ?

Parkinson: Wie würdet ihr euren Gesundheitszustand derzeit auf einer Skala von 1 bis 10 bewerten?

Gepostet am

Hallo,

ich bin Fronk von Jung und Parkinson/ Die Selbsthilfe e.V..

Meine Frau und ich sind bereits jetzt, wo die Krankheit sich bei mir sehr "friedlich" zeigt, in ein Haus ohne Barrieren eingezogen.

Dies hat nichts damit zu tun, dass ich für die Zukunft schwarz sehe, sondern dass ich mich im Alter, wenn ein Umzug schwer fällt, nicht in solch eine Stress Situation wie ein Wohnortwechsel begeben muss.

Wer Interesse hat an unserem ehrenamtlichen Engagement, schaut bitte Hier!

Hier sieht man uns auch!

Beste Grüße

Fronk

Meistkommentierte Diskussionen