«
»

Top

So isst man weniger Zucker

Veröffentlicht am 18.09.2015 • Von Giovanni Mària

So isst man weniger Zucker

Guten Morgen,

hier noch ein Artikel zum Thema Zuckerkonsum in Deutschland sowie ein paar Tipps, wie man weniger Zucker zu sich nimmt:

Wie es gelingt, weniger Zucker zu essen

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt maximal sechs Teelöffel Zucker am Tag. Die Deutschen essen durchschnittlich sechzehn. Dabei lässt sich Zucker sparen, ohne auf Süßes zu verzichten

Pro Jahr isst jeder Deutsche im Schnitt 23 Kilogramm allein an Haushaltszucker. Das sind etwa 64 Gramm beziehungsweise 16 Teelöffel am Tag. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, maximal fünf Prozent seines gesamten täglichen Kalorienbedarfs aus freien Zuckern zu decken – neben Haushaltszucker sind das viele andere, die Lebensmitteln zugesetzt werden. Als grober Richtwert sind das etwa 25 Gramm freie Zucker am Tag für Erwachsene, also nur etwa sechs Teelöffel. Wie soll man das schaffen?

Zuckerfallen kennen

Wichtig ist, die größten Zuckerfallen zu kennen und an ihnen zu sparen. Freie Zucker wie Glucose (Traubenzucker), Fruktose (Fruchtzucker) und Saccharose (Haushaltszucker) stecken nicht nur in Schokolade, Keksen, Honig und Limonaden. Sie sind in vielen anderen verarbeiteten Lebensmitteln in sehr großen Mengen enthalten. Zum Beispiel verbirgt sich in einem Esslöffel Ketchup – je nach Herstellungsart – ein Teelöffel Zucker, und in einer einzigen Dose Limonade ist meist mehr Zucker, als ein Kind am ganzen Tag zu sich nehmen sollte.

Auch Cornflakes und Müslimischungen zählen häufig zu den großen Zuckerbomben, sagt Ernährungsmediziner und Diabetologe Dr. Matthias Riedl aus Hamburg. "Viele haben einen hohen Zuckeranteil, der sich manchmal hinter Fachbegriffen wie Saccharose, Sirup, Maltose oder Fruktose versteckt. Das gilt auch für Fertiggerichte wie beispielsweise Konservenkost und Tiefkühlpizzen."

 

Es lohnt sich daher, bei Fertigprodukten auf die Zutatenliste zu schauen. Verbraucher sollten dabei nicht nur die Inhaltsstoffe studieren, sondern auch überprüfen, an welcher Stelle der Zutatenliste die Zucker auftauchen. Denn: Was ganz vorne steht, kommt auch in großer Menge im Lebensmittel vor. 

Selbst kochen, Überblick bewahren

Oft sei es die reine Routine, die Menschen zu zuckerreichen Fertigprodukten greifen lässt, meint Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Außerdem isst, wer gestresstnach Hause kommt, häufig aus Gewohnheit etwas Süßes. Besser ist es, auf Fertiges zu verzichten und das Essen selbst zuzubereiten.

 

Lebensmittel wie Kartoffeln oder Getreide enthalten sogenannte Mehrfachzucker (Polysaccharide), die vom Körper langsamer abgebaut werden. Zugleich liefern sie gesundheitsfördernde Ballaststoffe. Mit frischen Zutaten selbst zu kochen sei oft nicht komplizierter, als sich von Fertigprodukten zu ernähren, betont Ernährungswissenschaftlerin Restemeyer. "Wer sich nach einem stressigen Arbeitstag eine Tiefkühlpizza aufbäckt, braucht dazu eine knappe halbe Stunde. In dieser Zeit kann man auch ein paar Kartoffeln kochen und beispielsweise zusammen mit Kräuterquark essen, den man einfach aus dem Kühlschrank holt."

Auf den Süß-Hunger vorbereiten

Als Snack bietet sich statt einem Plunderstückchen ein Joghurt mit frischem Obst, eine Handvoll Studentenfutter oder etwas Rohkost mit einem schmackhaften Dip an. Solche Ernährungsgewohnheiten tuen dem Körper auch über den Augenblick des Verzehrs hinaus gut. "Wichtig ist, dass ich das mit einplane und vollwertige Snacks im Haus habe, wenn ich sie brauche," sagt Restemeyer.

 

Leicht lässt sich Zucker bei Getränken sparen. Zur Limonade aus dem Supermarkt gibt es schmackhafte selbstgemachte Alternativen: Ein Spritzer Zitronensaft im Mineralwasser, Pfefferminzblätter oder Ingwerscheiben im ungesüßten Früchte- oder Kräutertee sorgen ganz ohne Zuckerzusatz für ein fruchtiges Aroma. "Wer den Tee morgens zubereitet, kann ihn mittags oder abends auch gut als Eistee trinken", sagt die Ernährungswissenschaftlerin.

Quelle: apotheken-umschau.de (Hier könnt ihr den Artikel auch zu Ende lesen.)

 

avatar Giovanni Mària

Autor: Giovanni Mària, International Traffic Manager

>> Mehr erfahren

8 Kommentare


Loreley
am 18.09.15

Hallo,

interessanter Artikel, aus dem mir vieles schon bekannt war.

Speziell bei Müslis muss man wirklich ganz genau auf die Verpackung schauen (was ich eh schon mache, weil ich mit einigen Allergien geschlagen bin, so dass mir immer dieser "versteckte" Zuckergehalt ins Auge sticht, von dem im Artikel die Rede ist).

Gebe allerdings zu, dass ich nachmittags ganz gerne Kuchen esse... und ich nicht so der Obstfan bin. Esse gerne Beeren, aber das war's auch schon.

Was ich ganz schlimm finde, ist, wenn Eltern ihren Kindern schon als Getränk Limo oder Cola servieren. Meine habe ich an so was erst gar nicht gewöhnt und die mögen das heute noch nicht. Wir waren immer bei Wasser und ab und zu Apfelsaftschorle (1/3 Saft, 2/3 Wasser).

Ist es eigentlich auch möglich, selbst Artikel zu posten, wenn man was Lesenswertes findet?

Gruß

Loreley


Andrea
am 18.09.15

Hallo Loreley,

danke für Ihren Kommentar.

Sollten Sie selbst im Netz Artikel entdecken, die andere Mitglieder interessieren könnten, können Sie sie selbstverständlich in dieser Gruppe posten. Bitte aber immer daran denken, die Quelle in Form eines Links mit anzugeben.

Ein schönes Wochenende und bin schon gespannt, was Sie so alles finden!

LG

Andrea


am 18.09.15

Hab' mal gelesen, dass sich Süßhunger auch dadurch vermeiden lässt, dass man bestimmte Gemüsesorten wie Karotten oder Süßkartoffeln isst. Ist da was dran?

Ich gebe durch aus zu, dass ich mir in der Arbeit ab und zu was aus dem Schokoautomaten hole, v. a. wenn die Zeit zum Mittagessen mal wieder zu kurz war...

Limonade, Cola usw. trinke ich aber grundsätzlich nicht. Für mich gibt's nur Wasser und Tee und ganz selten mal ein Saftschorle.


am 22.09.15

Hallo Verena,

dazu kann ich nichts sagen.

Für mich kommt der hohe Zuckerkonsum v. a. dadurch zustande, dass die Leute nicht selbst kochen und sich daher häufig gar nicht im Klaren darüber sind, was sie so essen.

Entweder Mann bzw. Frau hat die Zeit nicht dazu und schiebt sich einfach schnell eine Pizza oder ein anderes Fertiggericht in den Ofen (oder noch schlimmer: es gibt irgendeinen süßen Snack statt ein richtiges Mittagessen) oder es fehlt einfach die Lust zum Kochen. 

Ich habe tatsächlich Bekannte (und zwar sowohl Frauen als auch Männer), die noch nicht einmal in der Lage sind, sich selbst ein paar Nudeln zuzubereiten. Hat während der Ehe immer der andere erledigt und nach der Scheidung stand man dann ratlos in der Küche. Wie funktioniert das so mit den Nudeln? Wann müssen die eigentlich ins Wasser? etc. (Wirklich kein Witz!)

Habe den Eindruck, in unserer Gesellschaft gibt's entweder die Leute, die sehr auf Ernährung achten oder aber die, die halt irgendwie ihren Hunger bekämpfen wollen. Ganz so als fehlt das Mittelfeld.


am 23.09.15

Also bei mir persönlich sieht das Ganze so aus, dass ich mich zu Hause sehr darum bemühe gesund zu essen. Ich kaufe fast nur bio ein, esse maximal zweimal im Monat Fleisch, viel Gemüse und mache echt alles selbst (auch z. B. den Pizza- oder Blätterteig).

In der Arbeit habe ich jedoch häufig nur 30 min Mittag, was nicht dazu reicht, irgendwo was essen zu gehen... (Leider bekomme ich es im Gegensatz zu Kollegen aber auch nicht hin, mir am Morgen einen Salat o. ä. zu machen und das Ganze einzupacken, so dass ich zwei- bis dreimal die Woche am Schokoautomaten zuschlage, um mittags den Heißhunger zu bekämpfen...) Passt mir insgesamt gar nicht, hab' da aber noch keine wirkliche Lösung gefunden.

Im Prinzip hätte ich mittags gerne 90 min Zeit, um in der Salatbar um die Ecke oder im Biorestaurant in der Stadt essen gehen zu können. Ist aber meist nicht der Fall. :(

Sie werden auch mögen

Diabetes: Die Blutanalyse richtig auswerten

Diabetes Typ 2

Diabetes: Die Blutanalyse richtig auswerten

Den Artikel lesen
Typ-2-Diabetes: Erfahren Sie mehr über Metformin

Diabetes Typ 2

Typ-2-Diabetes: Erfahren Sie mehr über Metformin

Den Artikel lesen
Lesen
Diabetes: Diskriminierung, Berufsleben, Gesundheitssystem - was denken Patienten wirklich?

Diabetes Typ 2

Diabetes: Diskriminierung, Berufsleben, Gesundheitssystem - was denken Patienten wirklich?

Den Artikel lesen

Meistkommentierte Diskussionen

Infoblatt Krankheit