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Wissen, wie man Bluttests für CED liest

06.01.2020 • 1 Kommentar

Wenn Sie chronische Darmkrankheiten haben, können Blutuntersuchungen häufig sein. Aber wissen Sie, auf welche Werte Sie bei Ihrer Blutuntersuchung achten müssen? Wissen Sie, welche weiteren Tests notwendig sein könnten? Lesen Sie unseren Leitfaden für Patienten mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn.

Wissen, wie man Bluttests für CED liest

Die in diesem Artikel vorgestellten Werte sind Richtwerte. Sie können jedoch von einem Individuum zum anderen variieren.

Was sind die CED?

Die chronisch entzündliche Darmerkrankung, allgemein bekannt als CED, umfasst als die beiden häufigsten Krankheiten Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Beide Erkrankungen sind durch eine abnorme Entzündung der Darmwand gekennzeichnet. Diese pathologische Ähnlichkeit erklärt, warum das Monitoring des Morbus Crohn (Analyse biologischer und endoskopischer Daten) dem der Colitis ulcerosa sehr ähnlich ist. 

Überwachung von Blutuntersuchungen nach der Diagnose

Mögliche Anämie verhindern

Warum dieser Test?

Eine chronische Entzündung der Darmwand führt zu einer schlechten Aufnahme von Mineralien und anderen Vitaminen. Daher ist es wichtig, die Blutkonzentration von Eisen, Vitamin B9 (Folsäure) und Vitamin B12 (Cobolamin) ein- bis zweimal im Jahr zu überwachen.

Normalwerte

Serum-Eisen bei Männern
70 - 145 µg/dL

Serum-Eisen bei Frauen
 50-150 µg/dL

Vitamine B9
5 -15 µg/L

Vitamin B12
130-180 ng/L

Ein Mangel an einem oder mehreren dieser Parameter kann zu einem Defekt in der Synthese der roten Blutkörperchen (auch Anämie genannt) führen, der eine schlechte Sauerstoffversorgung der Organe zur Folge hat.

Überwachung der Auswirkungen von Behandlungen

Warum dieser Test?

Das zweite Element der biologischen Überwachung bei der Überwachung von CED liegt in der Ungiftigkeit und guten Assimilation der durchgeführten Behandlung(en). Trotz des Nachweises der Verträglichkeit zwischen dem Patienten und der Behandlung mit Azathioprin bleibt die Überwachung der Verträglichkeit unerlässlich. So wird eine regelmäßige Kontrolle des Blutbildes (Blutformelnummerierung) und ein Thrombozyten-Test durchgeführt, um eine Leukopenie (Mangel an weißen Blutkörperchen, der zu einer Schwäche des Immunsystems führt) auszuschließen.

Normalwerte

Blutbild bei Männern
4.2-5.7 Millionen/µL

Blutbild bei Frauen
4.0-5.3 Millionen/µL

Blutplättchen
160.000-350.000/mm3

Leber- und Nierenfunktion

Es ist auch wichtig, die richtige Leberfunktion zu überprüfen, die durch verschiedene Behandlungen wie etwa mit Methotrexat (MTX) oder Aminosalicylate geschädigt werden kann. Wir werden daher einerseits die Dosierung von ALT und Gamma-GT im Blut im Hinblick auf die Leberfunktion und andererseits die Kreatininwerte im Hinblick auf die Nierenfunktion betrachten.

Warum diese Tests?

Die ALT- und Gamma-GT-Werte werden zur Beurteilung des Zustandes der Leber herangezogen; je höher die Werte, desto weiter fortgeschritten ist die Leberschädigung. Dasselbe gilt für die Kreatininwerte in Bezug auf die Nierenfunktion. Je höher der Kreatininwert, desto weniger leistungsfähig sind die Nieren.

Normalwerte

ALT bei Männern
8-35 UI/L

ALT bei Frauen
6-25 UI/L

Gamma-GT bei Männern
>45 UI/L

Gamma-GT bei Frauen
>35 UI/L

Kreatinin bei Männern
6-12 mg/L

Kreatinin bei Frauen
4-10 mg/L
 

Biologische Tests im Zusammenhang mit der Kortikosteroid-Therapie

Warum diese Tests?

Die Einführung der Kortikotherapie (Kortikosteroidbehandlung) erfordert die Überwachung verschiedener biologischer Parameter. So wird z.B. eine Woche nach Behandlungsbeginn eine Nüchternblutzuckerkontrolle durchgeführt (dies ist bei Diabetes unerlässlich). Die Knochendichte wird auch überwacht, wenn die Behandlung über mehr als 3 Monate verteilt ist. Schließlich wird eine augenärztliche Untersuchung in Betracht gezogen, wenn die Kortikosteroid-Therapie einen kumulativen Zeitraum von 6 Monaten überschreitet.

Normalwerte

Nüchternblutzucker
0.63 – 1.1 g/L (d.h. 3.5 – 6.1 mmol/L)

Osteodensitometrie mit T-Score
< -1

Was sind die Marker der Entzündung (CRP, SR)?

Wenn der Körper Substanzen erkennt, die ihm fremd erscheinen, baut er eine Abwehrstrategie auf, um diese zu erkennen, zu zerstören und zu eliminieren: das ist die Entzündungsreaktion. Es gibt viele Ursachen für Entzündungen: Sie können äußerlich (Bakterien, Viren, Hautverletzungen, Schläge usw.) oder innerlich (Autoimmunerkrankungen wie IBD, Krebserkrankungen usw.) auftreten.

Das C-reaktive Protein (CRP) ist ein Entzündungsprotein, das von der Leber synthetisiert wird und dessen Blutkonzentration im Falle einer Entzündung innerhalb weniger Stunden ansteigt. CRP spielt eine wichtige Rolle, da es die Immunabwehr (weiße Blutkörperchen) mobilisiert und aktiviert und den Prozess der Zerstörung von als fremd geltenden Zellen (Phagozytose) anregt. Je höher der CRP-Wert, desto größer die Entzündungsreaktion.

Um die Senkungsreaktion (SR) zu bestimmen, legt ein Techniker rote Blutkörperchen in ein Reagenzglas und bestimmt die Entfernung, auf die sie in einer bestimmten Zeit (normalerweise eine Stunde) fallen. Im Falle einer Entzündungsreaktion steigt der Blutspiegel der Entzündungsproteine (u.a. Fibrinogen) an und führt zur Bildung von Erythrozyten-Klumpen. Je höher der SR-Wert, desto schwerer sind die Klumpen und fallen schnell auf den Boden des Rohres. Die Entzündung ist daher größer.

Da Morbus Crohn und Colitis ulcerosa entzündliche Ausbrüche verursachen können, werden CRP und SR regelmäßig gemessen. Da eine Entzündung jedoch eine Vielzahl von Ursachen haben kann, wird Ihr Arzt andere Parameter in Betracht ziehen, um ein Aufflammen zu vermuten oder die Wirksamkeit Ihrer Behandlung zu beurteilen.

Endoskopische Nachuntersuchungen

Warum diese Tests?

Ergänzende Untersuchungen mit endoskopischen Methoden (Koloskopie, Ileokoloskopie...) können zur Bestätigung einer Diagnose oder zur Beurteilung der Intensität und Schwere eines Ausbruchs notwendig sein.

Bei Verdacht auf eine präkanzeröse Dysplasie wird eine Chromo-Endoskopie (Darmspiegelung mit Schleimhautfärbung) mit Biopsien durchgeführt, um eventuelle Läsionen zu analysieren und nachzuweisen.

Die Normalwerte sind zu relativieren. Sprechen Sie erst einmal mit Ihrem Arzt!

Wenn Sie sich bereits einen Blutuntersuchungsbericht angesehen haben, werden Sie sehen, dass neben dem Ergebnis "Normalwerte" oder "Referenzwerte" mit einem unteren und einem oberen Grenzwert stehen. Um diese Referenzwerte zu definieren, nehmen Biologen Stichproben aus gesunden Populationen. Wie bei jeder statistischen Analyse liegen jedoch 5% der Stichprobe außerhalb der Norm. Daher bedeutet eine leichte Abweichung von den "Referenzwerten" nicht immer, dass eine Krankheit vorliegt. Wenn man also mit einer Analyse konfrontiert wird, die "anormal" erscheint, braucht man sich keine Sorgen zu machen, ohne es mit dem Arzt, der die Blutproben verschrieben hat, besprochen zu haben.

avatar Andrea Barcia

Autor: Andrea Barcia, Community Manager Spanien

Kommentare

am 07.01.20

Danke

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