EPILEPSIE: BEHANDLUNG

Bei Epilepsie ist das Ziel einer medikamentösen Behandlung, epileptische Anfälle zu verhindern oder zumindest deren Auftreten bzw. Schwere zu verringern. Medikamente gelten bei Epilepsie als Basistherapie, wobei in manchen Fällen auch ein chirurgischer Eingriff möglich sein kann.
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Bei etwa 70 bis 80 % aller Epilepsien sind medikamentöse Therapien wirksam. Ein Fünftel aller Epilepsien gilt jedoch als medikamentenresistent.

Nach einer spezifischen präoperativen Abklärung ist ein chirurgischer Eingriff bei einigen wenigen partiellen Epilepsien möglich.

Eine Ersttherapie der Epilepsie besteht in einer sog. Monotherapie. Damit die Behandlung so wirksam wie möglich ist, muss die Medikamenteneinnahme täglich und sehr regelmäßig erfolgen. Um dies zu gewährleisten, werden die entsprechenden Medikamente in der Regel zu den Mahlzeiten eingenommen. Sollte es dennoch einmal dazu kommen, dass eine Einnahme vergessen wird, kann diese einige Stunden später noch nachgeholt werden (z. B. mittags, wenn die Einnahme beim Frühstück nicht erfolgt ist). Erfolgt die Einnahme noch später, kann die Dosis nach Absprache mit dem behandelnden Arzt erhöht werden.

Auch eine Kombinationstherapie kann sehr wirksam sein, jedoch werden die Medikamente hier leichter vergessen oder aber es kommt zu Einnahmefehlern. Um dies zu verhindern, empfiehlt es sich, jeden Morgen die Medikamente zurechtzulegen, die über den ganzen Tag verteilt eingenommen werden müssen. Noch besser ist ferner die Benutzung eines Wochendispensers. Die bei einer Kombinationstherapie vorhandenen Dosierungen sind wegen der möglichen Interaktionen zwischen den verschiedenen Medikamenten nicht unbedingt die gleichen wie bei einer herkömmlichen Therapie. Aufgrund neuer Antikonvulsiva, wie Carbamazepin und Valproinsäure, ist es möglich, nur zwei bzw. sogar eine Medikamenteneinnahme pro Tag vorzusehen, was für den Patienten natürlich wesentlich einfacher ist.

Für eine erfolgreiche Therapie ist eine regelmäßige Betreuung durch den behandelnden Arzt nötig. Dazu gehören Gespräche, Blutabnahmen und auch Elektroenzephalographien. Aufgabe des Arztes ist nicht nur, die Wirksamkeit der Therapie in Bezug auf die epileptischen Anfälle festzustellen, sondern auch eventuelle unerwünschte Nebenwirkungen in Erfahrung zu bringen. Blutanalysen zur Messung der Arzneistoffkonzentration müssen nicht unbedingt regelmäßig stattfinden, jedoch sollte eine entsprechende Analyse vor Beginn der Therapie durchgeführt werden. Bei Patienten, die bestimmte Medikamente, die auf die Leber wirken, einnehmen, ist ferner eine zusätzliche Kontrolle angebracht.

Aktualisiert am: 21.05.17

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Autor: Carenity Redaktionsteam, Redaktionsteam

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