EPILEPSIE IM ALLTAG

An Epilepsie erkrankt zu sein, hat Auswirkungen auf soziale Beziehungen, Arbeitsplatz, Freizeit sowie andere Bereiche des täglichen Lebens.
/static/themes-v3/default/images/default/info/maladie/intro.jpg?1516194360

Zu Anfällen kann es bei jedem einzelnen Patienten jederzeit kommen. Von Epilepsie betroffene Personen sind Tag für Tag individuell verschiedenen Risiken und Gefahren ausgesetzt.

Studien zufolge führt nur etwa ein Prozent der epileptischen Anfälle zu Verletzungen. Menschen, die an Epilepsie erkrankt sind, können ein sehr aktives und erfülltes Leben führen. Dazu genügt es, über mögliche Folgen eines epileptischen Anfalls informiert zu sein und zu wissen, wie man sie reduzieren kann.

Gefahr sich zu verletzen laufen v. a. solche Patienten, bei denen es zu unkontrollierten Epilepsieanfällen kommt. Wichtig ist, im Alltag bestimmte Aktivitäten, mit denen ein hohes Risiko einhergeht, zu meiden, ohne sich dabei allzu viele Schranken zu setzen.

Im Alltag mit Epilepsie geht es also v. a. darum, bei bestimmten Aktivitäten Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen:

- Zu duschen z. B. ist wesentlich ungefährlicher, als ein Bad zu nehmen. Sollten Sie trotzdem Lust auf ein warmes Bad haben, dann füllen Sie nicht zu viel Wasser in die Wanne, schließen Sie die Tür nicht per Schlüssel ab und teilen Sie einer anderen Person mit, dass Sie ein Bad nehmen.

- Personen, bei denen es sehr häufig zu mit Stürzen verbundenen epileptischen Anfällen kommt, sollten einen Helm tragen. Für Betroffene, die allein leben, kann auch ein Alarm sinnvoll sein.
 
Wichtig ist ferner zu wissen, welche Medikamente man in welcher Dosierung einnimmt und welche Nebenwirkungen dabei u. U. auftreten können.

Manche Antiepileptika erfordern einen Verzicht auf Alkohol, da es sonst zu einem epileptischen Anfall kommen kann. Vor dem Genuss von Alkohol in Verbindung mit Antiepileptika muss daher dringend ein Arzt konsultiert werden, welcher Alkohol entweder in geringen Mengen erlauben oder aber ein komplettes Alkoholverbot aussprechen kann.

Damit sich die Zahl der epileptischen Anfälle nicht erhöht und es zu keinem Status Epilepticus kommt, welcher zu Schäden im Gehirn und sogar zum Tod führen kann, dürfen Antiepileptika nicht eigenhändig, sondern nur auf Anraten eines Arztes abgesetzt werden.
 

Aktualisiert am: 11.10.17

avatar Carenity Redaktionsteam

Autor: Carenity Redaktionsteam, Redaktionsteam

Das Redaktionsteam von Carenity besteht aus erfahrenen Redakteuren und Spezialisten im Gesundheitsbereich, die sich zum Ziel gesetzt haben, unvoreingenommene und qualitativ hochwertige Informationen anzubieten.... >> Mehr erfahren

Infoblätter Krankheiten

Neues - Epilepsie

Den Artikel lesen
Den Artikel lesen