EPILEPSIE: SYMPTOME

Für Laien ist Epilepsie in der Regel mit einem epileptischen Krampfanfall gleichzusetzen, bei dem es zu einem Bewusstseinsverlust kommt.
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Vor dem Verlust des Bewusstseins kann es sein, dass der Patient aufschreit, sich sein Körper verkrampft, dass er zittert, sich in die Zunge beißt, die Augen verdreht usw. Bevor nach einem epileptischen Anfall wieder ein normaler Bewusstseinszustand erreicht ist, können Personen zunächst verwirrt, desorientiert oder müde sein.

Epileptische Anfälle wirken auf anwesende Unbeteiligte oft spektakulär und der allgemeinen Öffentlichkeit ist nur wenig bekannt, dass epileptische Anfälle - je nach dem, wo sich Nervenzellen entladen – kann unterschiedlich aussehen können.

VERSCHIEDENE AUSDRUCKSFORMEN DER EPILEPSIE

Beobachtet werden können sehr unterschiedliche Symptome:

- Partielle Anfälle, die nur bestimmte Körperregionen betreffen, zu Störungen der Motorik, der Sensorik, des Gedächtnisses, der Sinne und des Bewusstseins führen, wobei partielle Anfälle sich teilweise zu generalisierten Anfällen entwickeln können.
- Kurze Abwesenheiten, während denen die betroffene Person nicht mehr ansprechbar, ihr Blick starr ist und sie während der Dauer von ein paar Sekunden auf keine äußeren Reize mehr reagiert.
- Verkrampfungen der Muskulatur (Myoklonien)
- Ungewöhnliche oder automatische Bewegungen: Kauen, mehr oder weniger koordinierte Bewegung von Gliedmaßen, Drehen von Augen/Kopf…
- Geruchs-, Geschmacks- sowie visuelle Wahrnehmungen, Wahrnehmungen von Geräuschen;
- psychische Wahrnehmungen, wie Déjà-vu-Erlebnisse, Halluzinationen…
- Emotionale Empfindungen, z. B. Angstgefühle, Lachanfälle, Zwangsstörungen…

Symptome und Verlauf epileptischer Anfälle unterscheiden sich stark, so dass man von verschiedenen Formen der Epilepsie sprechen muss.

Für eine Diagnose ist es sehr wichtig, dass entweder der Patient selbst oder aber einer seiner Angehörigen die epileptischen Anfälle dem Arzt genau beschreiben kann. Bei der Epilepsiediagnostik nimmt der Arzt ferner verschiedene Untersuchungen vor, so z. B. ein EEG (Elektroenzephalographie) oder ein MRT (Magnetresonanztomographie).

Aktualisiert am: 28.03.18

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Autor: Carenity Redaktionsteam, Redaktionsteam

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