Alle Informationen über Darmkrebs

Darmkrebs wird durch die unkontrollierte Proliferation von Schleimhautzellen verursacht, die den Dickdarm bedecken.

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Darmkrebs

Eine Pathologie, die den Darm betrifft

Der Darm ist das Organ, das für die Aufnahme von Nährstoffen aus der Ernährung zuständig ist. Es ist eine etwa 7 Meter lange Röhre, in Dünndarm und Dickdarm unterteilt. Der Letztere besteht aus dem rechten oder aufsteigenden Colon (der den Blinddarm enthält), dem Querkolon, dem linken oder absteigenden Colon, dem Sigmoid und dem Rektum, der mit dem After endet.

Manchmal unterscheidet man zwischen Darmkrebs und Krebs des Enddarms, das heißt dem letzten Teil des Darms, weil sie sich in unterschiedlichen Frequenzen und Modi manifestieren können.

Die Häufigkeit von Darmkrebs

In westlichen Ländern ist Darmkrebs die dritthäufigste Krebsart nach Inzidenz und Sterblichkeit, direkt nach Brustkrebs bei Frauen und Lungenkrebs bei Männern. Darmkrebs tritt vor dem 40. Lebensjahr recht selten auf, ab dem 60. Lebensjahr immer häufiger. Er erreicht mit 80 Jahren einen Höhepunkt und betrifft Männer und Frauen gleichermaßen.

Die Zahl der Darmkrebserkrankungen tendiert zuzunehmen, jedoch sinkt die Sterblichkeitsrate dank besserer Vorbeugung, verstärkter Früherkennung und wirksamer Behandlungen.

Die verschiedenen Arten von Darmkrebs

Die Mehrzahl der kolorektalen Karzinome entsteht infolge der Proliferation von Darmschleimhautzellen duch eine maligne Transformation der Polypen, das heißt von kleinen Hautwucherungen die an sich gutartig sind. Denn nicht alle Polypen stellen ein Risiko dar. Es gibt drei Arten:

- Hyperplastische Polypen, die sich durch eine schnelle Verbreitung der Schleimhäute auszeichnen

- Hamartomatöse Polypen, auch als Canz-Jeghers Polypen bekannt

- Adenomatöse Polypen: Nur die letzteren stellen präkanzeröse Läsionen dar und ausschließlich ein kleiner Prozentsatz von ihnen entwickelt sich, je nach Größe, zu bösartigen Tumoren.

Nach der Entwicklung in Krebsgewebe weist die Darmschleimhaut je nach ihrem unter dem Mikroskop sichtbaren Erscheinungsbild verschiedene Eigenschaften auf. Sie wird daher anders benannt: Adenokarzinom, muzinöses Adenokarzinom, Adenokarzinom mit ringförmigen Zellen (seltener).

Darmkrebsvorsorge und –Frühentdeckung

 Wenn eine Person weiß, dass sie einem Risiko ausgesetzt ist, weil sie in der Familie Krankheiten oder Krebserkrankungen hatte, die das Risiko für Darmkrebs erhöhen (z. B. familiäre adenomatöse Polypose, Gardner-Syndrom und Turcot-Syndrom) ist es ratsam, eine Diät mit wenig Fett und Fleisch, aber reich an Ballaststoffen, Obst und Gemüse zu machen. Den Zigarrettenkonsum einstellen, den Alkoholkonsum reduzieren und regelmäßige körperliche Aktivität sind ebenfalls wichtig, um das Risiko für Darmkrebs zu senken.

Die klinische Untersuchung besteht aus Palpation des Bauchraums, um nach Verdickungen in den Drüsen des Darms, der Leber und der Lymphe zu suchen, sowie aus der rektalen Erkundung (etwa 70% der kolorektalen Karzinome kann man bei der Darmkrebserkrankung mit dem Finger fühlen).

Sehr nützlich ist die rektale Untersuchung durch den Arzt. Wenn dies während eines routinemäßigen Arztbesuchs mindestens einmal im Jahr erfolgt, kann das zur Früherkennung von Darmkrebs führen. Eine Blutuntersuchung des Stuhls ermöglicht die Erkennung von etwa 25% der Darmkrebserkrankungen. Wenn diese mit einer Darmspiegelung (Biopsie) verbunden ist, die alle zehn Jahre ab dem 50. Lebensjahr durchgeführt wird, kann man 75% der Darmkrebserkrankungen feststellen.

Die Symptome von Darmkrebs

Es ist schwierig, die Symptome von Darmkrebs zu erkennen, da sie auch bei vielen anderen Krankheiten vorkommen: Müdigkeit, gelegentliche Appetitlosigkeit oder sogar Anämie und Gewichtsverlust. Manchmal können hartnäckige Verstopfung in Abwechslung mit Durchfall und Bauchschmerzen alarmierende Anzeichen sein.

Wenn die Krebsmasse sehr groß wird, kann es zu einer Darmblockade kommen. Der Patient kann in diesem Fall unter starken Bauchschmerzen mit Übelkeit leiden, erbrechen und unfähig sein zu defäkieren oder sich von seinen Blähungen zu entlasten. Diese Symptome stellen einen medizinischen Notfall dar und eine Operation ist so bald wie möglich erforderlich.

Darmkrebs-Behandlungen

Die Chirurgie

Darmkrebs wird vorwiegend operativ behandelt: je nachdem wo sich der Tumor befindet, entweder teilweise, oder in den schwersten Fällen eine vollständige Entfernung des Kolon- oder Rektumteils (Kolostomie). Dieser Operation können Bestrahlungstherapiesitzungen vorausgehen, um die Größe des Tumors zu reduzieren.

Der künstliche Dünndarmausgang

Beim Entfernen des Rektums ist es möglich, einen Beutel mit einem anderen Teil des Darms (Ileostomie) anzulegen, um dem Patienten zu ermöglichen, Fäkalien auf natürliche Weise zu entfernen: Dieser Eingriff ist nur möglich wenn der Krebs nicht den analen Schließmuskel befallen hat. Er erfordert anschließend eine körperliche und psychologische Rehabilitation.

Die Chemotherapie

Die Chemotherapie spielt eine entscheidende Rolle bei fortgeschrittenem und inoperablem Darmkrebs, kann aber auch nach der Operation eingesetzt werden, um das Risiko eines Rückfalls zu verringern. Auf dieselbe Weise kann die Radiotherapie das lokale Wiederauftreten nach einer Operation reduzieren.

Gezielte Therapien

Gezielte Therapien werden derzeit nur im metastasierten Stadium von Krebs eingesetzt. Bevacizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs in Kombination mit einer Chemotherapie eingesetzt wird. Cetuximab und Panitumumab sind monoklonale Antikörper, die zur Verwendung mit Irinotecan oder Oxaliplatin (einer Standardchemotherapie) bei Patienten mit dem nicht mutierten KRAS-Gen zugelassen sind.

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