Antihormonelle Therapie bei Brustkrebs

Ungefähr zwei Drittel der bösartigen Brusttumore wachsen abhängig von weiblichen Geschlechtshormonen, insbesondere von Östrogenen. Östrogene werden in den Eierstöcken sowie anderen Geweben gebildet.
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Aus diesem Grund entfernte man früher bei vielen Brustkrebspatientinnen die Eierstöcke oder bestrahlte diese, was die betroffenen Frauen unfruchbar werden ließ.

Die Antihormontherapie steht erst seit etwa 40 Jahren zur Behandlung von Brustkrebs zur Verfügung. 

Wie eine Chemotherapie wirkt die antihormonelle Therapie im ganzen Körper. Außerdem können auch mit ihr kleinste Tumorabsiedelungen bekämpft werden. Gegenüber der Chemotherapie besteht der Vorteil der Antihormontherapie darin, dass sie gesunde Zellen nicht direkt angreift und sie besser verträglich ist. Auch können Antihormone zur Therapie bei Brustkrebs über mehrere Jahre eingenommen werden. Die Regelblutung setzt nach der antihormonellen Therapie oft wieder ein.

Wie funktioniert die antihormonelle Therapie?

Patientinnen, die mit einer Antihormontherapie behandelt werden, produzieren weiterhin Östrogene. Die antihormonelle Therapie sorgt jedoch dafür, dass die Wirkung des Östrogens auf die Tumorzellen ausbleibt. So blockieren Antiöstrogene, sog. SERMs (= Selective Estrogen Receptor Modulators), die Rezeptoren der Krebszelle, an denen sich sonst Östrogene andocken und dort ihre Wirkung entfalten.

Zum Einsatz kommen bei der Antihormontherapie Tamoxifren, Fulvestrant oder auch Aromatasehemmer, die die Östrogenproduktion in Muskeln- und Fettzellen blockieren. Bei fortgeschrittenem Brustkrebs folgen in der Regel verschiedene antihormonelle Therapien aufeinander.
 

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