Metastasierter Prostatakrebs: Therapie

Wenn Krebszellen auf Wanderschaft gegangen sind und sich im Organismus ausgebreitet haben, ist es nicht möglich, den Krebs komplett zu eliminieren.
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Eine Behandlung muss daher darauf abzielen, das Fortschreiten der Krebserkrankung zu bremsen und die Folgen, die der Krebs auf die Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Funktionen hat, zu beschränken.

Eine Operation sowie eine Strahlentherapie reichen hier also nicht aus. Vielmehr ist eine Hormontherapie nötig. Bei Prostatakrebs handelt es sich um eine hormonabhängige Krebserkrankung, d. h. Prostatakrebs braucht für das eigene Wachstum Testosteron. Bei der Behandlung wird daher die Produktion von Testosteron verhindert, damit das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt wird.

Vorgenommen werden kann dazu eine Orchiektomie, also eine chirurgische Kastration, bei der beide Hoden operativ entfernt werden. Möglich ist jedoch auch eine medikamentöse Behandlung mit sog. LHRH-Analoga, welche teilweise mit Antiandrogenen kombiniert werden. (Bei Testosteron handelt es sich um ein Androgen.)
Ein Fortschreiten der Krebserkrankung kann so für mehrere Jahre verhindert werden.
Reicht die Hormontherapie nicht bzw. nicht mehr aus, kann eine Chemotherapie nötig sein.
 
Kommt es zu Metastasen in den Knochen, können starke Knochenschmerzen auftreten. Der Arzt kann dann Bisphosphonate aufschreiben, die die Schmerzen lindern und das Risiko von Knochenbrüchen vermindern.
 
Auch nach der Therapie sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen nötig, bei denen eine PSA-Wert-Bestimmung und eine körperliche Untersuchung erfolgt. Eine erste Kontrolluntersuchung findet in der Regel sechs bis drei Monate nach der Therapie statt. Anschließend sollten alle sechs Monate Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden, bei einer Erhöhung des PSA-Werts alle drei Monate. Beim Auftreten von Knochenschmerzen oder Gelenkbeschwerden sollten Patienten auch außerhalb der Routineuntersuchungen ihren Arzt aufsuchen. Die Rückfallwahrscheinlichkeit ist bei Prostatakrebs in den ersten fünf Jahren am größten.

Aktualisiert am: 08.11.17

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Autor: Carenity Redaktionsteam, Redaktionsteam

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