Leben mit Morbus Crohn

Was das Leben mit Morbus Crohn betrifft, gibt es einiges zu beachten, v. a. im Hinblick auf Rauchen und ausgewogene Ernährung.
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So Patienten mit Morbus Crohn rauchen, ist es sehr wichtig, mit dem Rauchen aufzuhören. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass ein Rauchstopp den weiteren Verlauf der Krankheit entscheidend beeinflusst, indem er das Risiko von Komplikationen und insbesondere von chirurgischen Eingriffen erheblich reduziert.
Andere Tipps für Patienten, die von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) betroffen sind, beziehen sich v. a. auf die Ernährung.
 
Während eines Schubs kann es hilfreich sein, die Aufnahme von Ballaststoffen und Laktose zu verringern. Im Laufe eines Schubs können sich Ballaststoffe und Laktose recht negativ auswirken, was zumindest teilweise mit ihrer Wirkung auf die Darmflora zu tun hat.
Erfolgen sollte diese Anpassung der Ernährung nur während eines Schubs. Wird eine solche Diät nämlich zu lange eingehalten, kann es zu Mangelerscheinungen kommen. Es ist jedoch sehr wichtig, sich ausgewogen und abwechslungsreich zu ernähren.
 
Durch die Schäden im Darm kann es zu einer verminderten Aufnahme von Nährstoffen, insbesondere von Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen kommen. Diese werden dann nicht ausreichend assimiliert, so dass Mangelerscheinungen auftreten. In diesem Fall kann es nötig sein, zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
 
Da man bis heute nicht weiß, was CED genau verursacht, gibt es für CED auch keine spezifische Prävention.

Morbus Crohn und Privatleben

Entgegen weitverbreiteter Ansichten sind Schwangerschaften für Patientinnen, die an Morbus Crohn erkrankt sind, möglich. Von einer Empfängnis während eines Schubs wird jedoch abgeraten. Zu einer Schwangerschaft wird eher in längeren Remissionsphasen geraten. Angeborene Missbildungen treten bei Kindern von Patientinnen mit Morbus Crohn nicht häufiger auf als in der restlichen Bevölkerung.

Es besteht jedoch das Risiko, dass es zu etwas früheren Geburten und/oder einem niedrigen Geburtsgewicht kommen kann. Dieses Risiko ist gering, wenn die Krankheit nicht aktiv ist, erhöht sich jedoch während eines Schubs. Es sollte dann zu einer verstärkten ärztlichen und geburtshilflichen Überwachung kommen.

Erfolgt während der Schwangerschaft ein Schub, können sich Symptome verstärken (1/3 der Fälle), zurückgehen (1/3 der Fälle) oder konstant bleiben (1/3 der Fälle).

Aktualisiert am: 27.04.17

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Autor: Carenity Redaktionsteam, Redaktionsteam

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